Pressemeldungen

17. July 2014 Die ersten Schritte als Führungskraft meistern – Das Coachingbuch für junge Führungskräfte

Ratgeber gibt jungen Führungskräften praktische Tipps und Hilfestellungen auf ihrem Weg zu einer verantwortungsvollen Mitarbeiterführung

Heidelberg, 17. Juli 2014. Mitarbeiter erhalten aufgrund ihrer ausgezeichneten fachlichen Kompetenzen eine Beförderung. Doch oft sind sie für die damit verbundene Übernahme von Personalverantwortung ungenügend vorbereitet. Denn dieser Rollenwechsel vom Mitarbeiter zur Führungskraft bringt unvorhersehbare Herausforderungen auf psychologischer und kommunikativer Ebene mit sich. Für die Menschen, die sich auf ihre neue Führungsrolle umfassend vorbereiten möchten, hat Springer den Ratgeber Führungskraft – und was jetzt? veröffentlicht. Bei der Publikation handelt es sich um eine übersichtliche Orientierungshilfe, die sich auf die wesentlichen Probleme beschränkt. Praxisnah leitet der Ratgeber an, wie der Einstieg in die neue Führungsrolle erfolgreich gelingen kann. Die Autorin Diana von Kopp vertritt die Ansicht, dass es keine geborenen Führungskräfte gibt. „Hätte sich diese Annahme bestätigt, wären viele Chefposten unbesetzt geblieben. Das Gegenteil ist der Fall: Führungsfähigkeiten sind erlernbar.“

Das Buch widmet sich vier großen Bereichen: Selbstführung, Mitarbeiterführung, richtiger Umgang mit Vorgesetzten und den dazu notwendigen Rahmenbedingungen. Bei dieser letzten Themenstellung spielen die Ankunft im Team, das Arbeitsklima und das Privatleben eine wesentliche Rolle. Jedem dieser Themen ist ein Hauptkapitel gewidmet, das mit einem allgemeinen Überblick einleitet und mit einer kurzen Zusammenfassung abschließt. Dabei ist der Ratgeber durch Fallbeispiele, Checklisten und Arbeitsblätter praxisnah. Auch sind typische Fragestellungen aus dem Alltag mit dazugehörigen Vorschlägen und Anregungen zur Lösung eingearbeitet. Die Autorin entwarf die zahlreichen Abbildungen im Ratgeber selbst und lockert damit den Text auf.

Außerdem kommen in einem Serviceteil Vorgesetzte zu Wort, die in Form von Interviews einen kurzen Erfahrungsbericht geben. Dabei bekommt der Leser einen Einblick in die Arbeit etablierter Führungskräfte und erhält nützliche Tipps für den eigenen Start. Alle Interviews sind auch über einen entsprechenden Internetlink als Hörbeitrag im Originalton verfügbar.
Im Geleitwort rät der ehemalige Vorstand der Lufthansa AG Jürgen Raps allen angehenden Führungskräften: „Motivieren Sie – vor allem aber motivieren Sie sich selbst. Als Führungskraft darf man sich nicht zurücklehnen und warten, bis man von irgendjemandem motiviert wird. Wer sich selbst motiviert, motiviert automatisch seine Mitarbeiter.“

Diana von Kopp ist Diplompsychologin mit den Schwerpunkten Wirtschaftspsychologie und Human Ressource Management. Sie ist Dozentin in den Fächern Persönlichkeitspsychologie und angewandte Psychologie. Außerdem trainiert von Kopp gemeinsam mit Kapitänen der Condor Flugdienst GmbH Führungskompetenzen von Piloten.

Diana von Kopp
Führungskraft – und was jetzt?
Vom Kollegen zum Vorgesetzten: Den Rollentausch meistern, Lösungen aus Psychologie und Praxis
2014, 194 S., 40 Abb., mit Online-Extras
Softcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25,00 (CH)
ISBN 978-3-642-41131-1
In Kürze auch als eBook verfügbar

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16. July 2014 Gute Medizin für alle – Plädoyer für eine Heilkunst mit sozialem Augenmaß

Springerbuch Klassenmedizin beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen sozialer Ungleichheit | Autor benennt eklatantes Qualitätsdefizit und plädiert für eine soziale Reformation der Medizin  

Heidelberg, 16. Juli 2014. Thomas Jeffersons Declaration of Independence stellt fest, der Mensch sei „frei und gleich geboren“ - eine Prämisse, der unsere gesellschaftliche Realität widerspricht - auch in der Medizin. Soziale Herkunft und Schichtzugehörigkeit entscheiden wesentlich über die Prognose von Gesundheit oder Krankheit eines Menschen. So belegen Statistiken, dass Menschen aus ärmeren Verhältnissen häufiger krank sind und auch früher sterben: bei Männern machen das knapp 11 Jahre aus, die Lebenszeit von Frauen verkürzt sich um rund 8 Jahre. Das kürzlich bei Springer erschienene Buch Klassenmedizin beleuchtet an Hand von Beispielen Ursachen und Be-/Handlungsalternativen. Das Anliegen des Autors ist es, die „verlorene Kunst des Heilens“ in die Medizin zurückholen.

„Mit einer formalen Gleichbehandlung aller Patienten ohne Ansehen der Person ist es dabei nicht getan“, erklärt der Springerautor Bernd Kalvelage und fährt fort: „Vor allem Patienten aus ärmeren Schichten brauchen Ärzte, die ihre Schwächen und Ressourcen wahrnehmen. Eine niedrigschwellige Medizin ist hier notwendig, geprägt durch eine verständliche Sprache und Empathie. Mangelnde Erfahrung der Selbstwirksamkeit, also die fehlende Gewissheit, seine Belange selbst und erfolgreich in die Hand nehmen zu können, ist in den unteren sozialen Schichten der entscheidende soziale Faktor, der das Selbstmanagement von Gesundheit und Krankheit erschwert. Notwendig ist eine Änderung der Perspektive: statt ‚von oben herab‘ sollten alle in der Medizin lernen, auch ‚von unten her‘ zu schauen. So werden wir Lösungen finden und kommen nicht nur Jeffersons Idealen - sondern vor allem einer guten Medizin für alle - näher."

In seinem Buch beschreibt der Mediziner Kalvelage schichtspezifische Unterschiede, zeigt auf, was einen guten Arzt ausmacht, legt vorhandenes abwertendes Hierarchiedenken dem Patienten gegenüber offen und erklärt, wie Patienten mit Migrationshintergrund in der Praxis Selbstmanagement lernen können. Er beschreibt Chronifizierungen im Leben und Kranksein, Abschnitte nur scheinbar unausweichlicher Stagnation, stellt die Solidarität in unserer Gesellschaft auf den Prüfstand und liefert abschließend Thesen zur Reformation der Heilkunst. Zahlreiche Fallbeispiele spiegeln auch problematische Verhaltensweisen von Ärzten wider. Die im Buch angeführten Kasuistiken stammen aus der eigenen Praxis und aus Berichten von Kollegen. Das Buch richtet sich an Entscheider im Gesundheitswesen, Medizinstudenten, medizinische Fachangestellte, in der Pflege Tätige und an alle, die sich mit dem Thema ‚Chancengleichheit in der Medizin' auseinandersetzen möchten.

Dr. med. Bernd Kalvelage ist Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie. Viele Jahre war er in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis tätig. Kalvelage setzt sich für die Belange von Menschen „ohne Papiere“ ein und ist Gründungsmitglied des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte. 2002 war er Mitinitiator und erster Vorsitzender der ‚Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Migranten‘ in der Deutschen Diabetesgesellschaft. Über soziale Herausforderungen in der Medizin hat er zahlreiche Beiträge veröffentlicht.

Bernd Kalvelage
Klassenmedizin - Plädoyer für eine soziale Reformation der Heilkunst
Springer, 2014, 233 Seiten, 1 Abb.
Softcover 34,99 € (D) | 35,97 €  (A) | 44,00 CHF
ISBN 978-3-642-54748-5
Auch als eBook verfügbar

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15. July 2014 Springer Medizin und Monster starten gemeinsame Karriereplattform

Launch der neuen Stellenbörse für den Health Care Markt | Crossmediale Stellenplatzierung für gezieltes Recruitment von qualifiziertem Fachpersonal im Gesundheitsbereich | Hohe Reichweiten und führende Technologie unterstützen erfolgreiche Jobvermittlung

Berlin | Eschborn | Heidelberg, 15. Juli 2014. Der Fachkräftemangel ist im Gesundheitswesen deutlich spürbar. Viele Ärztestellen sind unbesetzt und insbesondere auch in der Pflege ist die Lage äußerst angespannt: Einerseits entwickelt eine zusehends älter werdende Gesellschaft immer mehr pflegebedürftige Menschen; auf der anderen Seite stehen durch den demographischen Wandel immer weniger junge Berufsanfänger zur Verfügung. Experten gehen mittlerweile davon aus, dass 38 Prozent aller Vakanzen sich nur schwer - und 1,8 Prozent gar nicht - besetzen lassen. Vor diesem Hintergrund haben Springer Medizin, als großer Fachverlag mit führendem Informations- und Fortbildungsportal und Monster, Technologieführer im Bereich Online-Recruiting ihre Kompetenzen  zusammengeführt und eine gemeinsame Karriereplattform gelauncht. Die neue Adresse lautet: www.springermedizin.de/jobs

„Als etablierter Fachverlag im deutschsprachigen Gesundheitswesen erfahren wir eine große Akzeptanz am Markt. Unsere Position möchten wir in Sachen Recruiting von Fachpersonal bewusst nutzen.“ erläutert Frank Noll, Projektleiter Karriereportal von Springer Medizin. Er führt weiter aus: „Springer Medizin erreicht über sein breites Portfolio alle Gesundheitsgruppen, von Ärzten bis hin zu qualifizierten Pflegekräften. Durch unser umfassendes Fachinformations- und Fortbildungsangebot kommt ein Arzt kaum an unserem Portal springermedizin.de vorbei und sein Weg führt ihn automatisch zur Stellenbörse.“ Mit 190.000 registrierten Nutzern und 1,7 Mio. Page Impressions im Monat zählt springermedizin.de zu den meist genutzten Angeboten im deutschsprachigen Fachverlagsbereich. „Unsere gemeinsame Recruiting-Strategie basiert auf zwei starken Säulen“, kommentiert Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster. „Die großen Reichweiten von Springer Medizin bringen wir mit unserer Recruiting-Expertise und neuesten Technologie zusammen. Jedem Arbeitgeber ermöglichen wir ab sofort, sein Stellengesuch bestmöglich zu platzieren. Einer professionellen und erfolgreichen Fachkräftesuche steht damit nichts mehr im Wege.“

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Anzeigenkunden haben ab sofort die Möglichkeit, kombinierte Angebotspakete zu buchen. Ihre Stellenanzeige erscheint dann nicht nur auf der Karriereplattform von Springer Medizin und bei monster.de, sondern auch in ausgewählten Springerprodukten, je nach Wunsch in print und/oder online.
Anzeigen und Kontakt Karriereportal Springer Medizin: Frank Noll | tel +49 6102 506 164

Kontakt PR Springer Medizin: Uschi Kidane | tel. +49 6221 487-8166
Kontakt PR Monster.de: Dr. Katrin Luzar | tel. +49 6196 9992-688  

Springer Medizin ist Anbieter qualitativ hochwertiger Fachinformationen und Services für alle Akteure im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher sowie umfangreiche digitale Angebote für alle Arztgruppen, Zahnärzte, Pharmazeuten, Pflegeberufe und Entscheider in der Gesundheitspolitik. Die Verlagsprodukte zeichnen sich aus durch exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, Herausgebern und Fachautoren aus. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media. Hier finden Sie alle Pressemitteilungen zu Springer Medizin und Springer Science+Business Media

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9. July 2014 Entlassung aus einer Hand

Case-Management und Pflegeüberleitung auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress am 24. und 25. Oktober in Hamburg ausgerichtet von Springer Medizin | Neues Modell am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | Doppelstrukturen vermeiden 

Berlin | Hamburg, 09. Juli 2014. Pflegeüberleitung und klassischer Sozialdienst: Das läuft in vielen Krankenhäusern getrennt. Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) dagegen sind beide Bereiche zusammengeführt. Egal, ob es um Fragen zur Berentung oder zum Schwerbehinderten­ausweis geht, um die häusliche Versorgung oder die Suche nach einem passenden Pflegeheim: „Die Patienten bekommen bei ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus eine Beratung aus einer Hand“, berichtet Robert Green, pflegerischer Direktor am UKSH, Campus Kiel. Das UKSH ist Kooperationspartner des 12. Gesundheitspflege-Kongresses, der am 24. und 25. Oktober in Hamburg unter dem Dach von Springer Medizin stattfindet. Eine Veranstaltung wird sich dem Thema Case-Management und Überleitungspflege widmen.

Vor zwei Jahren wurde das Modell am UKSH eingeführt. Seitdem arbeiten im Sozialdienst zwei Berufsgruppen: Sozialarbeiter bzw. -pädagogen und Pflegefachkräfte. Ein solches Team ist immer für mehrere Kliniken des UKSH zuständig, die zu Clustern zusammengefasst wurden. „Dieses Modell hat sich extrem bewährt, weil wir dadurch Doppelstrukturen vermeiden“, sagt Green. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialdienste am UKSH haben eine Weiterbildung als Case-Manager absolviert. Green betont: „Das Entlassmanagement mit der sozialrechtlichen Beratung und der Pflegeüberleitung zu vernetzen, gesteuert durch die Primary Nurse – das ist eine Form von Case-Management.“

Weiterhin geht es auf dem Gesundheitspflege-Kongress um Patientensicherheit, Wund- sowie Hygienemanagement, Mitarbeitergesundheit und Ethik im Klinikalltag. Weitere Kooperationspartner des Gesundheitspflege-Kongresses sind neben dem UKSH das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die Asklepios Kliniken Hamburg, das Albertinen-Diakoniewerk, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). Schirmherrin ist Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, die in diesem Jahr den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz übernommen hat. Kongressflyer zum Download hier, mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510

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3. July 2014 Lehren und Lernen mit Spaß und Motivation

Springer VS veröffentlicht Guide für professionell Lehrende und für alle Menschen, die erfahren möchten, wie Lernen mit Spaß funktioniert

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden, 03. Juli 2014. Lehren und Lernen zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Leben eines jeden Menschen. Leider sind die meisten Diskussionen ums Thema eher negativ besetzt: so klagen Lernende häufig, entweder mit zu viel oder mit zu veraltetem Lernstoff überschüttet zu werden. Und stimmt der Lerninhalt, stehen häufig Lehrer, Dozenten oder andere Wissen vermittelnde Menschen wegen der Art und Weise, wie sie die Inhalte vermitteln, in der Kritik. Bemängelt wird, dass sie häufig nicht die Fähigkeit besitzen, die Lerninhalte motivierend genug zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund ist kürzlich bei Springer der Guide Erfolgreich lehren: Ermutigen, motivieren, begeistern erschienen, der anleitet, wie erfolgreiches Lehren funktioniert und wie Lernende sich Wissen mit Spaß und Motivation aneignen können.

„Dass einer Umfrage zufolge nur acht Prozent aller Deutschen ihren Traumjob ausüben, hat sehr viel damit zu tun, dass die berufliche Entwicklung der meisten Menschen ohne eine notwendige Triebkraft erfolgt ist. Sowohl Motivation als auch Begeisterung sind hier entscheidend“, erklärt die Springerbuchautorin Christine Reitzer. Sie führt weiter aus: „Viele Bücher auf dem Markt sind im Bereich der Motivationspsychologie verfasst worden (...) wenige Werke beschäftigen sich allerdings mit unterrichtstheoretischen und lehrpraktischen Fragestellungen, wie sie sich ermutigend einsetzen lassen.“ Vor diesem Hintergrund verbindet das vorliegende Buch akademisches Wissen mit Praxisfragen und leitet an, wie Unterricht mit alltagsnahen Übungsaktivitäten motivierend und begeisternd gestaltet werden kann. Die Autorin spricht damit alle an, besonders auch die, die  keine „geborenen Lehrer“ sind. Dabei behält die Autorin immer eine nachhaltige Wissensvermittlung im Blick sowie die Frage, wie Lernprozesse ermutigend gestaltet werden können.

Das Buch Erfolgreich lehren: Ermutigen, motivieren, begeistern veranschaulicht, wie der Lehrende ein ansprechendes Unterrichtsklima erzeugen kann und geht auf intrinsische Motivationsmethoden und professionelle Gesprächsführung ein. Grundkonzepte und Fallbeispiele helfen dem Leser, diese Techniken ohne fremde Hilfe anzuwenden. Konkrete, praxistaugliche Tipps für typische Alltagssituationen runden die praxisnahen Hilfestellungen ab. Das Buch richtet sich an alle Lehrbeauftragte, Dozenten, Professoren und Lehramtsstudierende; es ist außerdem hilfreich für sonstige freie Trainer für Erwachsenenbildung und Seminarleiter. Auch für Eltern bietet es bei schwierigen Lernsituationen mit den eigenen Kindern konkrete Hilfestellungen, so dass diese besser gemeistert werden können.

In allen Kapiteln schöpft die Autorin aus ihrem eigenen internationalen Erfahrungsschatz und aus dem Fundus von vielen weltweit erfahrenen Lehrenden, die sich an ihren Umfragen beteiligt haben. Christine Reitzer ist Dozentin für Englisch und Interkulturelle Kommunikation an der Universität und der Technischen Hochschule Regensburg sowie Kommunikations-Trainerin in der Wirtschaft. Schwerpunkt ihrer Lehre ist die praktische Umsetzung von interkulturellen Gesichtspunkten für Führungskräfte. Ihr aktueller Schwerpunkt in der Forschung ist praxisnahe Motivation im Unterricht.

Christine Reitzer
Erfolgreich lehren: Ermutigen, motivieren, begeistern
2014, 279 S., 51 Abb., mit Online-Extras
Hardcover € 24,99 (D) | € 25,69 (A) | sFr 31,50 (CH)
ISBN 978-3-642-41819-8
Auch als eBook verfügbar

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27. June 2014 20 Jahre jung: Zukunftsweisender 'Kongress Pflege' setzt sich für eine deutlich bessere Pflegeversorgung in Deutschland ein

Springer Medizin läutet kommendes Pflegejahr 2015 ein | 20. Pflege-Recht-Tag: Pflegerecht im Fokus | Branchentreff am 30. und 31. Januar 2015 in Berlin

Berlin | Heidelberg, 27. Juni 2014. Springer Medizin begeht das Pflegejahr 2015 mit einem Jubiläum: Zum 20. Mal in Folge findet unter dem Dach des 'Kongress Pflege' im Maritim proArte Hotel Berlin der Pflege-Recht-Tag statt. Die Fachverlagsgruppe setzt mit ihrem Jubiläum auf Kontinuität und hält daran fest, dass Pflege und Recht als zentrale Themen einer gesamten Gesellschaft untrennbar verbunden sind.

„In der Pflege geht es um Abhängigkeiten und häufig hoch sensible Situationen. Unsere immer älter und bedürftiger  werdende Gesellschaft wirkt außerdem wie ein Verstärker dieser Problematik. Den Pflegeexperten  werden wir daher gemäß dem Springerportfolio mit einem Kongressangebot aufwarten, das sich im Kern um Fachwissen für die tägliche Arbeit dreht, nachhaltig und in der Praxis gut umsetzbar. Politische Belange sparen wir da nicht aus, sie werden aber nicht im Mittelpunkt unseres Kongresses stehen.“, erklärt Joachim Krieger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Springer Medizin. „Wir sehen uns als Fachinformant möchten diese Diskussion mit all unseren Mitteln aktiv vorantreiben“, führt Krieger weiter aus. So werden aktuelle Themen wie der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und seine Auswirkungen auf die pflegerische Versorgung, Entbürokratisierung der Pflege mit Blick auf die Kasseler Erklärung und Pflegekammer ‚Deutschland als Flickenteppich?‘ unter rechtlichen Aspekten beleuchtet.
Als in der Fachinformation breit aufgestellter Verlag und als ein Marktführer im deutschsprachigen Gesundheitswesen verfügt Springer Medizin über ein riesiges Experten-Netzwerk. Mit seinem breiten Fachinformationsangebot an Büchern, Zeitschriften, Online-Fortbildung und der Live-Kommunikation garantiert Springer Medizin den professionell Pflegenden hochqualifiziertes Wissen.

Im Jahr 2015 werden neben dem Jubiläumsthema Pflegerecht auch Angebote für das Pflegemanagement und die Pflegebildung auf der Agenda stehen, sowie Themen aus der Pflegepraxis oder Angebote speziell für die Weiterbildung in den Pflegeberufen. Der Kongress Pflege 2015 findet am 30. und 31. Januar 2015 im Maritim proArte Hotel| Friedrichstraße 151 in Berlin Mitte statt. Den Flyer zum Kongress finden Sie zum Download hier.

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24. June 2014 Hilfe bei chronischen Schmerzen

Springer Medizin gibt Selbsthilferatgeber für Menschen mit chronischen Schmerzen und deren Angehörigen heraus | Zwei Kapitel widmen sich der Wechselwirkung von Schmerz und Schlaf

Berlin | Heidelberg, 24. Juni 2014. In Deutschland leiden 8-10 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Nicht nur für Betroffene bedeutet dies eine starke Lebenseinschränkung, auch deren Angehörige leiden mit. Auf Druck der kassenärztlichen Bundesvereinigung in Deutschland tragen die Ersatzkassen seit 1996 die Kosten für eine qualifizierte Behandlung. Auch wenn damit geklärt ist, dass dem Patienten keine Ausgaben für eine Therapie entstehen, so ist ein Behandlungserfolg nicht garantiert. Denn langwierige Krankheitsverläufe und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten der komplexen Krankheitsbilder führen leider nicht immer zum gewünschten Ziel. Anders als bei einem akuten kommen nämlich bei einem chronischen Schmerz Wechselwirkungen zwischen äußerem Reiz und dem Schmerzsystem hinzu; dies erfolgt sowohl auf körperlicher als auch auf psychosozialer Ebene. Während bei einem akuten Leiden nur der Körper betroffen ist, wird bei einem chronischen Schmerz das sogenannte Bio-Psycho-Soziale Zusammenspiel berücksichtigt. Genau diese Komplexität thematisiert der Ratgeber Chronische Schmerzen. Ziel des bei Springer Medizin herausgebrachten Buches ist es, über eine differenzierte Selbstdiagnose und einer praktischen Anleitung zur Selbsthilfe, dem Patienten die verlorene Lebensqualität zurückzugeben.

Voraussetzung einer wirksamen Therapie ist eine umfassende Kenntnis der verschiedenen Krankheitsbilder mit ihren Symptomen und Ursachen. Hierüber und über Möglichkeiten einer erfolgreichen Behandlung chronischer Schmerzen klärt der Facharzt und Schmerzexperte Martin von Wachter auf. Der Springer Medizin Ratgeber dient als Selbsthilfe, als Therapiebegleitung und als Orientierung für Angehörige.

In der jetzt vorliegenden zweiten Auflage sind alle Kapitel überarbeitet und aktualisiert. Ebenso sind Aktualisierungen der Leitlinien von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und Neuerungen in der Medikamentenzulassung eingearbeitet. Konkrete Tipps, Fallbeispiele, Übungen, sowie ein Arbeitsblatt für den Austausch mit Angehörigen erleichtern den praktischen Gebrauch des Buches. Da ca. 70 Prozent der Schmerzpatienten auch unter Schlafstörungen leiden und sich Schlaf und Schmerz wechselseitig bedingen, sind diesem Thema zwei zusätzliche Kapitel gewidmet. „Untersuchungen zeigen entsprechend, dass Schlafentzug die Schmerzempfindlichkeit erhöht. Hier verstärken sich Schmerz und Schlafstörungen also gegenseitig. Dieser Teufelskreis kann die Schmerz- und Schlafstörung aufrechterhalten“, erklärt von Wachter.

Dr. med. Martin von Wachter ist Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit Zusatzausbildungen in der psychosomatischen Schmerztherapie (IGPS) und Traumatherapie (EMDRIA).

Martin von Wachter
Chronische Schmerzen
Springer 2., vollst. überarb. Aufl. 2014, 122 Seiten, 26 Abb. Mit Online-Extras.
Softcover 19,99 € (D) | 20,55 € (A) | 25,00 CHF
ISBN 978-3-642-39325-9
Auch als eBook verfügbar

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17. June 2014 Gelassen und sicher im Stress

Springer-Ratgeber über das Entstehen und die Bewältigung von Stress | Renommierter Stressmanagement-Trainer erklärt, wie jeder seine individuelle Strategie für den Umgang mit Stress finden kann

Heidelberg, 17. Juni 2014. Ein Leben ohne Stress? Für viele Menschen heutzutage leider undenkbar. Nahezu jeder scheint das Gefühl zu haben, ständig unter Druck zu stehen, gestresst zu sein, sei es durch das berufliche- oder das private Umfeld. Manche sind aufgrund des Stresses, dem sie in ihrem alltäglichen Leben ausgesetzt sind, ernsthaft erkrankt. Aber was genau ist dieser ‚Stress’ eigentlich, unter dem so viele Menschen leiden? Viele verwenden den Begriff zwar fast jeden Tag, haben aber keine genaue Vorstellung davon, was der ursächliche Auslöser für ‚ihren‘ Stress sein kann. Auch was während einer Stressreaktion im Körper geschieht und welche physischen und psychischen Konsequenzen es haben kann, dauerhaft unter starkem Stress zu stehen, ist nur wenigen Menschen im Detail bekannt. In seinem Buch Gelassen und sicher im Stress, welches nun in die 5. Auflage geht, erklärt Gert Kaluza diese Punkte verständlich für einen breiten Leserkreis und widmet sich darüber hinaus auch verschiedenen Handlungsmöglichkeiten zur Bewältigung von Stress.

„Über seine große gesundheitliche Bedeutung hinaus, ist im Stressgeschehen besonders eindrucksvoll zu erkennen, wie gesellschaftliche Verhältnisse, individuelle Erlebnis- und Verhaltensweisen sowie biologische Prozesse aufs Engste miteinander verknüpft sind. Im Stress reagieren wir immer als ganzer Mensch mit Herz und Muskeln, mit Gefühlen und Gedanken und mit typischen Handlungen“, erklärt der Autor.

Dieses facettenreiche Zusammenspiel, das dem Stress zugrunde liegt, ist Thema des ersten Teils dieses Ratgebers. Kaluza erklärt dem Leser hier auf verständliche Weise die gesellschaftlichen, psychologischen und biologischen Prozesse, durch die das Stressgeschehen bestimmt wird. Darauf aufbauend setzt er sich im zweiten Teil seines Buches mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten zur Stressbewältigung auseinander. In allen Kapiteln seines Ratgebers verliert Kaluza einen der bedeutendsten Aspekte des Stressgeschehens nie aus den Augen: die Individualität. So ist sein erklärtes Ziel, dem Leser nicht allgemeine Ratschläge und Patentrezepte zu präsentieren, sondern ihn zu unterstützen, seinen eigenen, individuellen Weg für den Umgang mit Stress zu finden. Zu diesem Zweck sind im Buch auch entsprechende Fragebögen, Anleitungen zur Selbstbeobachtung und Checklisten enthalten.

Gert Kaluza ist psychologischer Psychotherapeut und setzt sich bereits seit über 20 Jahren mit der Thematik ‚Stress’ auseinander. Er ist nicht nur als Autor, sondern auch als Trainer und Coach tätig und wurde bereits 1994 als bester Stressmanagement-Trainer Deutschlands empfohlen. 2002 gründete er nach mehrjähriger Tätigkeit an verschiedenen Universitäten sein eigenes Fortbildungs- und Trainingsinstitut, das GKM-Institut für Gesundheitspsychologie.

Gert Kaluza
Gelassen und sicher im Stress
Das Stresskompetenz-Buch: Stress erkennen, verstehen, bewältigen
Springer 5. korr. Aufl. 2014, 202 S. 36 Abb. in Farbe
Softcover € 19,99 (D)| € 20,55 (A) | CHF 25.00
ISBN 978-3-642-41676-7
Auch als eBook erhältlich

Kontakt: Saskia Rohmer | Springer | Corporate Communications tel +49 6221 4878414

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12. June 2014 Nicht schneller, sondern anders arbeiten

12. Gesundheitspflege-Kongress am 24. und 25. Oktober in Hamburg | Unternehmensberater Lohmann kritisiert mangelnde Modernität in Krankenhäusern | Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks ist Schirmherrin des Kongresses

Berlin | Hamburg, 12. Juni 2014. Im Krankenhaus wird oft improvisiert – statt in strukturierten Prozessen zu arbeiten. Das bemängelt Prof. Heinz Lohmann, Unternehmensberater für die Gesundheitswirtschaft in Hamburg. Auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress, der von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe veranstaltet wird, stellt er seine provozierenden Thesen vor, wie gute Pflege zu bezahlbaren Preisen mit weniger Personal zukünftig machbar sein wird. „Nicht schneller, sondern anders arbeiten“, so lautet seine Antwort. Das heißt für ihn: strukturierte Behandlungsprozesse aufbauen und in moderne Informationstechnologie investieren. So könne beispielsweise die Dienstplangestaltung oder die Bestellung von Ersatzteilen automatisch erfolgen. „Kliniken müssen von Handbetrieb auf Automatik umstellen“, erklärt der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler.

Mangelnde Modernität könne nicht durch mehr Personal ausgeglichen werden, führt Lohmann weiter aus. „Pflegekräfte und Ärzte verplempern einen Teil ihrer Arbeitszeit mit Logistik- und Dokumentationstätigkeiten, die in anderen Branchen von der Technik erledigt werden.“ Für Lohmann ein Argument gegen eine Pflegepersonalregelung. Pflegeverantwortliche sollten statt einer Quotierung des Pflegepersonals moderne Betriebsabläufe vorantreiben und Ängste vor einer Technisierung ablegen: „Es geht nicht darum, die Pflege zu technisieren, sondern Ärzte und Pflegende von therapiefernen Tätigkeiten freizustellen, damit sie wieder mehr Zeit für die Patienten haben“, betont Lohmann. Innovative Pflege könne die Wertschöpfung steigern und müsse sich um Wertschätzung nicht sorgen.

Pflegefachkräfte aller Versorgungsbereiche, Pflegemanager und Pflegedirektoren sowie Lehrende und Studierende aus dem Pflegebereich sind eingeladen, sich auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress über die aktuelle Entwicklungen in der Pflege zu informieren und sich auszutauschen. Patientensicherheit, Überleitungspflege, Bewegungskonzepte in der Praxis sind unter anderem weitere Schwerpunkte auf dem Kongress. Schirmherrin ist Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, die in diesem Jahr den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz übernommen hat. Mehr Informationen zu dem Pflegegipfel im Norden finden Sie hier, den Flyer zum Download hier.

Springer Medizin ist führender Anbieter von Fachinformationen im Gesundheitswesen in Deutschland und Österreich. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und eine Vielzahl von Online-Angeboten für alle Arztgruppen, Psychologen, Zahnärzte, Pharmazeuten, Heilberufe und medizinisch interessierte Laien. Wichtige Qualitätsmerkmale aller Verlagsprodukte sind hohe wissenschaftliche Qualität, Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung, sowie exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, medizinischen Stiftungen, Herausgebern und Fachautoren. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media. Hier finden Sie alle Pressemitteilungen zu Springer Medizin und Springer Science+Business Media.

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11. June 2014 Ältester handgefertigter Schädel der Welt wird Leonardo da Vinci zugeschrieben

Der Schädel könnte der „Handschmeichler“ des legendären Renaissance-Künstlers sein | Anatomischer Miniaturschädel führt zu Leonardo da Vinci | Artikel erscheint im Springer Medizin-Fachjournal Wiener Medizinische Wochenschrift

Wien| Heidelberg, 11. Juni 2014. Dr. Stefaan Missinne ist Belgier, unabhängiger Wissenschaftler und lebt in Wien. Er lieferte Beweise, nach denen ein anatomischer Miniaturschädel Leonardo da Vinci gehörte, dem Künstler, Anatomen und Erfinder der Renaissance. In einem wissenschaftlichen Beitrag, der in der Springer-Fachzeitschrift Wiener Medizinische Wochenschrift erscheint, datiert Missinne den Schädel auf das Jahr 1508 nach Christus.

Im Jahr 1987 kaufte ein deutsches Paar in einem Antiquitätenladen ein kleines Artefakt, dem der Unterkiefer fehlt. Der Schädel ist nur etwa ein Drittel so groß wie ein menschlicher Schädel. Er ist teilweise hohl, spiegelt ausgezeichnete künstlerische Verarbeitung wider und enthält großartige anatomische Details. Aufgrund der Untersuchungen des französischen Schädelspezialisten Dr. Roger Saban aus Paris im Jahr 1996, bekamen die Eigentümer erste Hinweise, dass der Schädel mit  Leonardo da Vinci in Zusammenhang gebracht werden konnte. Dr. Saban erkennt eine Verbindung mit der anatomischen Zeichnung RL 19057 Leonardos, die sich im Besitz der königlichen Sammlung auf Windsor Castle befindet. Die bis heute unveröffentlichte Zeichnung zeigt einen ähnlich verformten Schädel, dem der Unterkiefer fehlt. Die deutsche Universitätsabsolventin  Elisabeth Ahner untersuchte neben anderen Aspekten die chemische Zusammensetzung des Schädels im Jahr 2007 für ihre Magisterarbeit.

Auch Missinne selbst untersuchte den Schädel und ordnete ihn Leonardo da Vinci zu. Er meint, dass Leonardos künstlerische Aspekte wie seine „Grottesken“-Zeichnungen und sein Streben nach Miniaturisierung die wichtigste Verbindung zwischen der Optik und dem Gehirn hervorheben. Interessanterweise zeigen sowohl die Zeichnung RL 19057 als auch das Artefakt einen sehr detaillierten osteologischen Wissensstand und dieselben anatomischen Fehler. Laut Missinne spiegelt dies die mittelalterlichen Konzepte wider, wie sie in der Studie zur Optik von Roger Bacon in seinem unveröffentlichten Manuskript Opus Majus erwähnt werden. Leonardo bezog sich auf Bacons Arbeiten in seinem Codice Arundel 71v.

Den Wissenschaftlern ist kein anderer Schädel mit diesem außergewöhnlichen anatomischen Detailreichtum bekannt. Bei dem Schädel handelt es sich eindeutig um einen pathologischen Fall, der auch zeigt, wie die Sehkanäle mit dem Inneren des Schädels verbunden sind. Missinne bringt den Schädel deshalb mit der „Perspectiva Communis“ und der Suche Leonardos nach dem Sitz der Seele in Verbindung. Zeitgenössische Schriften aus der Renaissance, wie beispielsweise aus dem Nachlass von Leonardos Assistent Salai, bestätigen den Besitz eines detailreichen Miniaturschädels aus Calcedonia. Missinne glaubt, dass der alternde, als melancholisch bekannte Künstler, den Schädel als seinen persönlichen „Handschmeichler“ verwendete.

Das seltene Element Iridium, das in einer Probe des Schädelmaterials gefunden wurde, und die Ergebnisse der chemischen Analyse führten bei Missinne zu der Überzeugung, dass der Schädel aus einer als „Mistioni“ bezeichneten, Achat-basierten Mischung aus Quarz, Gips und anderen Bindematerialien von Leonardo Da Vinci hergestellt wurde. Leonardo erfand diese Mischung zwischen 1503 und 1509 bei seiner Forschung nach neuen Materialien. Nur von ihm ist bekannt, dass er mit diesem Material experimentiert hat. Die vergleichende chemische Analyse hat gezeigt, dass das Material mit dem „Achat-Alabaster“ aus einer Grube in der Nähe von Volterra in Italien übereinstimmt. Auch die Abmessungen des Schädels entsprechen den florentinischen Maßeinheiten von Crazia und Braccia, wie sie in der Renaissance üblich waren.

„Der Schädel wurde bereits mehrfach ausgestellt, zuletzt in Leoben in Österreich. Bisher hat niemand bezweifelt, dass dieser Schädel Leonardo da Vinci zugeordnet werden kann“, sagt Missinne.

Quelle: Missinne, S.J. (2014). The oldest anatomical handmade skull of the world c. 1508: ‘The ugliness of growing old’ attributed to Leonardo da Vinci, Wiener Medizinische Wochenschrift DOI 10.1007/s10354-014-0282-0

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