Pressemeldungen

20. November 2014

Die Produktpalette von Springer Medizin umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher sowie umfangreiche digitale Angebote für alle Arztgruppen, Zahnärzte, Pharmazeuten, Pflegeberufe und Entscheider in der Gesundheitspolitik. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media. Seit Mitte November 2014 stehen aktuelle Nachrichten im News-Room der Springer-Gruppe. > weiter

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5. November 2014 Aufbruch Pflege? Nur wohin?

Expertenkommission Pflege liefert Empfehlungen hinsichtlich Neuordnung der Altenpflege | Fachbuch von Springer Gabler stellt die fünf Positionspapiere der BGW-Kampagne „Aufbruch Pflege“ zusammen, analysiert und kommentiert diese | Heiner Geißler ist einer der drei Interviewpartner

Wiesbaden | Heidelberg, 05. November 2014. Die Probleme um die gesamte Pflegethematik sind allseits bekannt. Im Rahmen der im Jahr 2006 ins Leben gerufenen Kampagne „Aufbruch Pflege“ haben Experten insgesamt fünf Positionspapiere erarbeitet. Die Expertenkommission wurde von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW im Rahmen der Kampagne „ Aufbruch Pflege ins Leben gerufen und fokussiert folgende fünf Problematiken in deren Forderungskatalog: die Altenpflegefortbildung, Integrierte Versorgung, Refokussierung auf den Kernprozess Pflege, der Nationale Aktionsplan und schließlich die Entbürokratisierung von Dokumentation in der Pflege. Ob und welche Bewegungen sich seither in Deutschland in Sachen Altenpflege gezeigt haben, stellt das kürzlich erschienene Springer Gabler Fachbuch Aufbruch Pflege dar. Der Philosoph und Leiter einer Diakonie Thomas Behr trägt die verschiedenen Positionspapiere erstmalig zusammen. Darüber hinaus liefern zahlreiche Experten unter Behrs Herausgeberschaft Hintergründe zu den neuerlichen Entwicklungen, analysieren und kommentieren diese. Das Buch erscheint rechtzeitig zur ‚ConSozial‘, einem Anfang November in Nürnberg stattfindenden Fachkongress mit zahlreichen Round-Table-Gesprächen rund um die Pflegeproblematik, die auch im Buch ihre Berücksichtigung finden.

„Die Risiken und Probleme in der Altenpflege in Deutschland haben sich seit dem Jahr 2006 nicht verringert“, stellt der Herausgeber klar. „Demografischer Wandel, eklatanter Mangel an Fachkräften, Finanzierungsproblematiken, unklare Ausbildungsregelungen, eine sich ausweitende Bürokratisierung und Verregelung und somit eine Zunahme an Komplexität in allen Sektoren haben sich jährlich potenziert und dies alles weitaus schneller als es angemessene Lösungen der Situation im Sinne der betroffenen Pflegebedürftigen und deren Pflegekräfte ergeben konnte.“ Heiner Geißler, mit dem eines der drei im Buch veröffentlichten Interviews geführt wurde, betont, dass die Große Koalition zum Segen des Pflegewesens werden kann; auch wenn bisher notwendige Reformen behindert und verschleppt wurden, urteilt der Bundesminister a.D. weiter. Eine Reformpolitik im Sozialgesetzbuch V und XI seien hier Voraussetzung. Kassen sollten sich zukünftig nicht mehr am Prinzip der Wirtschaftlichkeit und der Beitragshöhe orientieren, sondern an Kriterien wie Effizienz, Qualität und personelle Zuwendung, fordert der ehemalige Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Neben Heiner Geißler standen Professor Dr. Thomas Klie, Rechtsanwalt und Mitglied der 6. und 7. Altenberichtskommission und eine Pflegepraktikantin als Interviewpartner zur Verfügung.

In Aufbruch Pflege erhalten Führungs- und Leitungskräfte in Organisationen, Betrieben und Verbänden der Altenhilfe und -pflege Impulse zum Nach- und Weiterdenken über Veränderungsprozesse in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen. Studierende und Interessenten gewinnen einen gut recherchierten und aktuellen Einblick in die wichtigsten Themen der Pflegebranche. Betriebe und Einrichtungen können das Buch zudem als Arbeitsmittel nutzen, das sie bei der Organisation und Implementierung von Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Pflege auch langfristig kompetent begleitet.  

Empfehlenswert ist die Lektüre für alle, die sich mit dem Thema Pflege und der aktuellen Situation und Diskussion um die Pflegebranche umfassend auseinandersetzen möchten. Aber nicht nur die Probleme von heute und morgen werden aufgezeigt, die Experten bieten darüber hinaus differenzierte Lösungswege an, in der Absicht dass sich Peter Sloterdijks Hoffnung bald erfüllt: nämlich, dass die betroffenen Bürger nicht weiterhin in der ersten Reihe sitzen müssen, wenn es darum geht dem überdehnten Staat bei der Selbstverwaltung seiner Ohnmacht zuzusehen. 

Der Herausgeber Dr. phil. Thomas Behr, Diplom-Pädagoge mit psychotherapeutischer Zusatzqualifikation, examinierter Altenpfleger, ist Vorstand und Geschäftsführer der regionalen Einrichtungen eines Wohlfahrtsverbandes. Seine Hauptarbeitsschwerpunkte: langjährige Leitung von Altenheimen, Berater im Gesundheitswesen mit Schwerpunkt Organisations- und Personalentwicklung, Lehraufträge zum Thema Gesundheitsförderung und Personalentwicklung, zahlreiche Buchveröffentlichungen und Beiträge in Sammelwerken, Mitglied in Expertenkommissionen.

Thomas Behr
Aufbruch Pflege
Hintergründe – Analysen – Entwicklungsperspektiven
2015. 150 S. 5 Abb.
Softcover € 39,99 (D) | € 41,11 (A) | sFr 50,00 (CH)
ISBN 978-3-658-06720-5
In Kürze auch als eBook verfügbar

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30. October 2014 Das Gedächtnis spielerisch trainieren

Springer Ratgeber sorgt mit 110 Denkübungen für geistige Fitness

Berlin | Heidelberg, 30. Oktober 2014. Für Kinder und Jugendliche gibt es eine Fülle von Materialien zur Entwicklung und Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit. Ein entsprechend reichhaltiges Angebot fehlt jedoch für ältere Menschen, obwohl gerade bei ihnen die Angst vor dem geistigen Versagen immer mehr anwächst. Für diese Altersgruppe hat die Gedächtnistrainerin Annemarie Frick-Salzmann den Ratgeber Geistig vital mit über 110 Gedächtnisübungen bei Springer herausgebracht.

Die geistige Fitness bewahrt sich der Mensch vor allem auf den Gebieten, die sein Fachwissen betreffen wie beispielsweise Kenntnisse seines Berufs. Erste Defizite stellen sich häufiger in Bereichen außerhalb der Berufswelt ein: der eine oder andere Name wird vergessen und es treten Wortfindungsstörungen auf. Auch fällt es dem älter werdenden Menschen immer schwerer, neue Techniken oder Spielregeln zu erlernen. Vor allem sind es antrainierte Funktionen, bei denen der Mensch über Fünfzig mehr oder minder stark hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit abbaut. Genau an diesem Punkt setzt der Springer-Ratgeber Geistig vital an und hilft den Lesern, diesen Prozess zu verlangsamen oder sogar zu stoppen.

„Durch den Ratgeber lernt der Leser allgemeine Regeln aus Einzelfällen herzuleiten, in dem er Zusammenhänge und Störungen von Regeln erkennt“, erklärt Frick-Salzmann „Es geht dabei immer um ein Vergleichen, wobei Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen sind.“ Sowohl dem Entwickeln von allgemein gültigen Aussagen (induktives Denken) als auch der Fähigkeit Schlussfolgerungen auf Besonderheiten zu ziehen (deduktives Denken) ist jeweils ein eigenständiges Kapitel mit einfachen bis schweren Denkaufgaben gewidmet. Dem voraus geht ein Kapitel zur allgemeinen Einführung über Gedächtnisleistungen und -strategien. Des Weiteren trainiert Geistig vital mit abwechslungsreichen Übungen und unterschiedlichen Schweregraden das logische Denken, die Wahrnehmung, die Konzentration und die Merkfähigkeit. Außerdem geht die Autorin gesondert auf die Sprache und die räumliche Wahrnehmung ein. Bei den Übungen handelt es sich aber nicht nur um einfache gedächtnis-technische Tricks, sondern sie zielen auf übergreifende Funktionsprinzipien, die das Denken und Problemlösen allgemein verbessern. Der Leser kann sämtliche Übungen selbst bearbeiten und anhand des Lösungsteils am Ende kontrollieren.

Diese Denkübungen richten sich an alle, die ihre geistige Fitness spielerisch trainieren möchten. Doch genauso kann der Ratgeber auch Verwendung in der Seniorenbetreuung finden oder als Arbeitshilfe für Fachpersonen im Bereich des kognitiven Trainings.

Annemarie Frick-Salzmann ist Diplom-Pädagogin und Gerontologin, Ausbildungsreferentin und Gedächtnistrainerin. Sie war acht Jahre Präsidentin des Schweizer Verbands für Gedächtnistraining (SVGT) und ist im Wissenschaftlichen Beirat der Österreichischen Gesellschaft für Aktivierung und Gedächtnistraining.

Annemarie Frick-Salzmann
Geistig vital
110 Denkübungen
2014, 241 S., 172 Abb. in Farbe
Softcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25.00 (CH)
ISBN 978-3-662-43755-1
Auch als eBook verfügbar

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24. October 2014 Apotheker auf Station

Thema Arzneimittelsicherheit auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress von Springer Medizin am 24. und 25. Oktober in Hamburg | Unit-Dose-System und pharmazeutische Visiten an der Asklepios Klinik Barmbek | Bis zu 20 Prozent der Verordnungen sind verbesserungsbedürftig   

Hamburg | Berlin, 24. Oktober 2014. Krankenhaus-Apotheker werden in den Behandlungsprozess einbezogen, um die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen. Dieser Ansatz wird an der Asklepios Klinik Barmbek verfolgt. „Der Apotheker sucht werktags die Station auf und überprüft die Medikation aller Patienten“, erläutert Pflegedirektor Axel Techam. Patientensicherheit ist ein Thema auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress, den Springer Medizin am 24. und 25. Oktober in Hamburg veranstaltet. Die Asklepios Kliniken Hamburg sind Kooperationspartner neben weiteren großen Kliniken der Region.

„Wir haben erhoben, dass knapp 20 Prozent der Verordnungen des Arztes interventionsbedürftig sind“, berichtet der Fachapotheker Matthias Wriedt, der das pharmazeutische Team an der Klinik Barmbek leitet. Dass eine Apothekerin oder ein Apotheker täglich vor Ort präsent ist, hat neben dem kompletten Check der Medikation einen weiteren Vorteil, so Wriedt: „Der Apotheker ist niedrigschwelliger Ansprechpartner für die Pflegekräfte, die immer mal wieder Fragen zur Dosierung, Teilbarkeit von Arzneimitteln, zur Sondengabe oder zur Trägerlösung von Antibiotika haben.“ Vor einer geplanten Operation und noch vor dem Krankenhausaufenthalt führen die Apotheker zudem pharmazeutische Aufnahmegespräche mit den Patienten, um sie darauf vorzubereiten, welche Medikamente möglicherweise abgesetzt oder umgestellt werden müssen.

Zum Konzept einer „patientenorientierten Arzneimittelsicherheit“, wie es an der Klinik Barmbek heißt, gehört außerdem das Unit-Dose-System: Anders als in den meisten Krankenhäusern in Deutschland, wo Pflegekräfte die Medikamente stellen, werden hier die Arzneimittel jeden Tag maschinengestützt und individuell für jeden Patienten in der Apotheke verpackt und an die Station geliefert. Der Patient erhält täglich einen Schlauch mit einzelnen Beuteln (Schlauchverblisterung), in denen jedes Mittel getrennt abgepackt und eindeutig gekennzeichnet ist, so dass Verwechslungen ausgeschlossen werden können.

Neben Patientensicherheit stehen viele andere Themen aus Pflegemanagement und -wissenschaft auf dem Programm des 12. Gesundheitspflege-Kongresses. Um Pro und Kontra Generalisierung der Pflegeausbildung geht es in einer Podiumsdiskussion, in einer weiteren Diskussionsrunde werden hochrangige Pflegemanagerinnen und -manager über unterschiedliche Führungs- und Organisationskonzepte debattieren. Schirmherrin des Kongresses ist Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510

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21. October 2014 Ohne Yin und Yang geht nichts

Springer-Ratgeber lotst durch den Angebots- dschungel der chinesischen Medizin | Östliche Therapiemethoden für ein langes und gesundes Leben sind in westlichen Ländern etabliert | TCM trägt zur Horizonterweiterung im Abendland bei

Heidelberg, 21. Oktober 2014. Die traditionelle chinesische Medizin hat sich über die letzten Jahre hinweg fest in der westlichen Welt etabliert. Wenn es um die eigene Gesundheit geht, besuchen viele Menschen beispielsweise Kochkurse basierend auf den Fünf Elementen oder sie erlernen Körperkünste wie Qi Gong oder Taijiquan, dem früheren Tai-Chi. Mittlerweile gibt es sogar einen Masterstudiengang ‚Chinesische Medizin‘ an der TU München. Als vor 16 Jahren die Chinesische Medizin im Westen noch in den Kinderschuhen stand, erschien die erste Auflage des Buches von Christian Schmincke, anfänglich mit dem Titel Heilen mit traditioneller Chinesischer Medizin. Schon damals erläuterte der Chefarzt der Klinik am Steigerwald die maßgeblichen TCM-Säulen Yin und Yang, auf deren dynamischen Balance die gesamte Chinesische Medizin aufbaut. Erst kürzlich erschien das Buch in seiner 5. Auflage Chinesische Medizin für die westliche Welt. In der mittlerweile riesigen Angebotsfülle der Möglichkeiten hilft dieser Ratgeber Anfängern und Fortgeschrittenen sich hierzulande durch den TCM-Dschungel durchzufinden und mündig seinen eigenen Weg zur persönlichen Gesundheit zu gehen.

„TCM mit seiner Fülle an Behandlungsformen hat das Zeug, unseren abendländisch-neuzeitlichen Denk-Horizont zu erweitern“, erklärt der Mediziner und TCM-Experte Christian Schmincke überzeugt in seiner jüngsten Ratgeber-Auflage. „Zählt bei uns im Sport messbare Leistung, so ist das Ziel in China, die Kultivierung von Bewegung und vitale Präsenz.“ Unser Weg dorthin brauche allerdings noch Zeit, urteilt er und fährt fort: „So hinkt die wichtigste TCM-Methode, die Behandlung mit individuell zusammengesetzten Rezepturen aus chinesischen Arzneimitteln hierzulande noch extrem hinterher“. Nicht nur die Ausbildung zum Experten ist, laut Schmincke, lang und anspruchsvoll; viele Rezepte können nicht ohne weiteres auf die Patienten im Westen angewendet werden. So bedürfe es intelligenter, funktionierender Experten-Netzwerke, um die richtige Behandlung anzubieten. Den Hauptfokus dieses neuerlichen Ratgebers legt er deswegen auf ein umfassendes Gesamtverständnis für die Chinesische Medizin und in der Gegenüberstellung von TCM in China und der westlichen Welt. Auf Basis seiner langjährigen TCM-Praxis führt er verständlich ins Thema ein, informiert über typisch westliche Erkrankungen wie Allergien, Migräne, Sucht oder Wechseljahrbeschwerden und leitet an, wie sich diese durch TCM in den Griff bekommen lassen. In dieser Auflage hinzugekommen sind die Krankheitsbilder und Therapiemöglichkeiten zu Arthrose, ADHS und dem Restless-Leg-Syndrom. Ein medizinisches Glossar im Buch verschafft dem Leser einen Überblick über die verschiedenen Erkrankungen. Darüber hinaus enthält es  Übungen zur Linderung von Anspannungen oder Bewältigung von Stresssituationen.

Ein weiteres neues Kapitel beschreibt die Psychotonik, ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das sich an der Psychosomatik des chinesischen Meridiansystems orientiert. Diese Methodik wird nicht nur in den herkömmlichen Atem- und Körpertherapien eingesetzt, sondern auch in Sport, Schauspielerei, sowie im Musikunterricht und im Coaching.

Dr. Christian Schmincke ist Gründer und Chefarzt der Klinik am Steigerwald, einer Spezialklinik für Chinesische Medizin und biologische Heilverfahren.

Christian Schmincke
Chinesische Medizin für die westliche Welt
Methoden für ein langes und gesundes Leben
2014, 340 S., 117 Abb. in Farbe
Softcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25,00 (CH)
ISBN 978-3-662-43664-6
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17. October 2014 Springer Medizin Gala: Sieben Preise auf einen Streich

Galenus-von-Pergamon-Preis für exzellente pharmakologische Grundlagenforschung und für Arzneimittelinnovationen vergeben | Springer Medizin CharityAward geht an drei Einrichtungen für ehrenamtliches Engagement im Gesundheitswesen | Johanna Wanka und Annette Widmann-Mauz überreichen die insgesamt sieben Preise

Berlin, 17. Oktober 2014. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im  Bundesgesundheitsministerium, in Stellvertretung für Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, haben am Donnerstagabend bei der Springer Medizin Gala in Berlin die von Springer gestifteten Ehrungen, den Galenus-Preis und den CharityAward, überreicht.
Ministerin Johanna Wanka ist Schirmherrin des Galenus-Preises, der jährlich vergeben wird für exzellente pharmakologische Grundlagenforschung und für herausragende Arzneimittelinnovationen in drei unterschiedlichen Kategorien: für Primary Care (hausärztliche Versorgung) , Specialist Care (fachärztliche Versorgung) und erstmalig auch für Orphan Drugs (Arzneimittel für seltene Erkrankungen). Diese insgesamt vierte Kategorie kam auf besonderen Wunsch der Jury um Professor Dr. Erland Erdmann in diesem Jahr hinzu. Gerade im Bereich der seltenen Krankheiten hat es in den vergangenen Jahren ganz  entscheidende und auszeichnungswürdige Fortschritte gegeben, lautete die Begründung der Jury.

Mit dem CharityAward würdigt Springer Medizin ein besonders hohes ehrenamtliches Engagement im Gesundheitswesen. Annette Widmann-Mauz überreichte den Preis an drei Einrichtungen, die sich in besonderer Weise für Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, für Obdachlose und für Demenzkranke und deren Angehörige engagieren. Alle sieben Auszeichnungen wurden in Anwesenheit von über 200 geladenen Gästen im Berliner Axica ausgehändigt.

Den Preis für die beste pharmakologische Grundlagenforschung nahmen Dr. Christine Skerka und Frau Qian Chen, stellvertretend für Prof. Dr. Peter F. Zipfel vom Universitätsklinikum Jena und des Hans-Knöll-Instituts entgegen. Zipfel und Skerka untersuchten mit ihren Teams die membranöse proliferative Glomerulonephritis, MPGN. Dabei handelt es sich um  eine seltene Erkrankung der Nieren, die vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt. Ergebnis ihrer Forschungsarbeit ist der Nachweis, dass die Erkrankung durch eine Fehlregulation des Komplementsystems ausgelöst werden kann. Mit ihrer Studie tragen die Forscher maßgeblich zu einem besseren Verständnis der Entstehung von MPGN und der Regulation des Komplementsystems bei. Sie liefern auch die Möglichkeit zur Identifikation bislang unbekannter Autoantikörper und Erbdefekte, und  eröffnen neue Wege zur spezifischen Behandlung der Erkrankung.

Die beste Arzneimittelinnovation 2014 im Bereich Primary Care fiel auf Tecfidera® von Biogen Idec. Tecfidera® basiert auf dem Wirkstoff Dimethylfumarat, DMF und ist eine orale Basistherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS). MS zählt zu den häufigsten Ursachen körperlicher Behinderung bei jungen Erwachsenen. Eine möglichst frühe und wirksame Therapie ist wichtig, um den weiteren Verlauf zu verlangsamen. In den Zulassungsstudien zeigte DMF eine gute Wirksamkeit, sowie ein günstiges Sicherheitsprofil.

In der Kategorie Specialist Care ging der Preis an Sovaldi® von Gilead Sciences. Sovaldi®, Wirkstoff Sofosbuvir, ist ein orales Virostatikum, das sich direkt gegen Infektionen mit Hepatitis-C-Viren richtet. Es ist pangenotypisch wirksam, also vom Genotyp unabhängig; deswegen erzielt es bei unvorbehandelten Patienten jeglichen Genotyps Heilungsraten von mindestens 90 Prozent. Außerdem eröffnet Sofosbuvir die Option einer interferonfreien Therapie.

Erstmalig zeichnete der Galenus-Preis die beste Arzneimittelinnovationen für Orphan Drugs, seltene Krankheiten, aus. Das Unternehmen Janssen nahm für Sirturo® den Galenus-Preis entgegen. Sirturo® mit seinem Wirkstoff Bedaquilin, ist ein für die Kombinationstherapie zugelassenes, orales Antibiotikum gegen multiresistente Tuberkulosebakterien. Bedaquilin ist das seit mehr als 40 Jahren erste spezifische Medikament für diese Erkrankung und wurde in der EU mit einem beschleunigten Verfahren bewertet.

Nur wenige Stunden vor der Gala legte die 14-köpfige Galenus-Jury um Erland Erdmann diese vier Gewinner fest.

Zum sechsten Mal in Folge zeichnete Springer Medizin mit dem CharityAward ehrenamtliches Engagement im Gesundheitswesen in Deutschland aus. Platz eins erreichte die Kölner Arbeitsgemeinschaft  von Dr. Peter Krebs für ihr Projekt Gesundheit für Wohnungslose. Über eine mobile Arztpraxis erhalten Obdachlose und hilfsbedürftige Menschen in Köln kostenlos  ärztliche Versorgung und Mahlzeiten. Auf Platz zwei kam das Diakonie-Hilfswerk Hamburg mit seinem Projekt AnDOCken. Ehrenamtliche Helfer versorgen Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus medizinisch und beraten sie sozialrechtlich. Das Bürgerinstitut Frankfurt e.V. belegte mit seinem HILDA-Mobil Platz drei. Mittels einer mobilen Beratungsstelle begleiten Ehrenamtliche Demenzkranke  und deren Angehörigen, die in abgelegenen Stadtteilen Frankfurts leben. Alle drei Preisträger erhielten je nach Platzierung einen Barscheck und ein Medienpaket von verschiedenen Sponsoren. Neben dem frei verwendbaren Geldbetrag steht den Gewinnern eine mediale Leistung zu. Diese maßgeschneiderte, mediale Unterstützung ermöglicht  eine nachhaltige und breitere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.  

Mehr Informationen zum Galenus-von-Pergamon-Preis und dem CharityAward finden Sie unter www.aerztezeitung.de (rechte Spalte).

Ein kurzes Video über die Eindrücke der Galenus-Gala ist hier zu finden.

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9. October 2014 Der Kunde ist König: Anpassung der Salesstrukturen bei Springer Medizin

Zusammenlegung der Sales-Bereiche Media Solution und Online Sales unter Leitung von Susanne Schwartz | Jochen Malzburg verantwortet die Leitung Key Account Management

Berlin | Köln | Neu-Isenburg | Heidelberg | München, 09. Oktober 2014. Um den Wünschen seiner Kunden zukünftig noch besser gerecht zu werden, hat Springer Medizin seinen Sales Bereich den Marktbedürfnissen angepasst. Im Team um Fabian Kaufmann, der als Geschäftsführer bei Springer Medizin den Bereich Sales/Marketing verantwortet, gibt es demnach folgende Anpassungen: Jochen Malzburg hat kürzlich die Leitung des Bereichs Key Account übernommen. Neue Strukturen erfahren die Bereiche Media Solutions & Online Sales, die jetzt zusammengeführt worden sind. In leitender Funktion im Sales-Team zeichnet Susanne Schwartz verantwortlich.

„Dass wir Susanne Schwartz mit ihren Erfahrungen aus dem Multi-Channel Marketing gewinnen konnten, ist nicht nur für uns sondern vor allem für unsere Kunden ein großer Gewinn“, kommentiert Fabian Kaufmann. Er führt weiter aus: „In ihrer neuen Funktion als Director in den jetzt zusammengelegten Bereichen Media Solutions & Online Sales werden ihre guten Kenntnisse über die Pharmabranche sehr hilfreich sein. Mit ihrer Expertise werden wir unseren Kunden noch besser auf sie zugeschnittene Angebotspakete schnüren können“.  Der Bereich Media Solutions erarbeitet maßgeschneiderte Kommunikationskonzepte und Kampagnen, um Kunden einen für ihre Zielgruppenansprache optimalen Medienmix anzubieten. Nach verschiedenen Stationen im Bereich Consulting und Strategisches Marketing (unter anderem bei der Siemens Betriebskrankenkasse) war Susanne zuletzt (von 2011 bis 2014) bei Pfizer als Manager Digital Capabilities tätig und baute in dieser Funktion die europaweite Multi-Channel Marketingstruktur für das Unternehmen auf.

Als weitere Personalie ist Jochen Malzburg zu vermelden, der nun das Key Account Management leitet. „Mit Jochen Malzburg konnten wir die zentrale Position im Key-Account-Management mit einem ausgewiesenen Vertriebsexperten besetzen“, betont Kaufmann. „Seine langjährige Erfahrung und Kompetenz garantiert die kontinuierliche Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Kunden“.  Im Hauptfokus von Malzburg werden die Großkunden aus Industrie, wissenschaftlichen Institutionen Handel, Banken und Verkehr stehen. Von 2009 bis heute ist Jochen Malzburg in verschieden Positionen für die Vermarktung des Springer Medizin Portfolios, sowie  in der Kundenbetreuung tätig.

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Foto Schwartz: (c) Deller-Leppert | Foto Malzburg: (c) Springer

8. October 2014 Eine Pflegekammer für Berlin

Repräsentative Befragung von professionell Pflegenden in Berlin zur Pflegekammer startet im Oktober | Springer Medizin Fachzeitschrift Heilberufe ist Medienpartner der Kampagne

Berlin | Heidelberg, 08.Oktober 2014. Nachdem Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sich dafür entschieden haben, steht nun auch Berlin vor der Frage: Braucht das Land eine Pflegekammer, ja oder nein? Im Jahr 2030 werden knapp 858.000 Menschen in Berlin leben und über 65 Jahre alt sein;  die meisten von ihnen werden gesund älter, dennoch wächst mit den Jahren die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu sein. Eine Pflegekammer könnte eine wirkungsvolle Interessenvertretung sein. In Berlin werden nun verschiedene Vorkehrungen getroffen, um zu erfragen, wie die Beschäftigten zur Einführung einer Pflegekammer stehen. Dazu wird es mehrere Informationsveranstaltungen über „Pro & Contra Pflegekammer“ geben, die sich an die Berufstätigen in der Pflege wenden. Die Koordination dieser Termine übernimmt Hedwig François-Kettner, ehemalige Pflegedirektorin der Charité. Sie steht der Strategiegruppe ‚Allianz Pflegekammer Berlin‘ vor, die sich aus Vertretern des Landespflegerats, des Fördervereins Pflegekammer Berlin und des Fachbereichs Gesundheit der Gewerkschaft kommunaler Landesdienst Berlin zusammensetzt. Ziel ist es, umfassend und objektiv zum Thema zu informieren. Die Medienpartnerschaft mit der ‚Allianz Pflegekammer Berlin‘ - im Sinne einer objektiven und zielgerichteten Kommunikation - übernimmt die Fachzeitschrift Heilberufe, die unter dem Dach von Springer Medizin erscheint.

„Die Errichtung einer Pflegekammer für Berlin wird auf Landesebene intensiv diskutiert“, erklärt Mario Czaja, Berliner Senator für Gesundheit und Soziales in einem Beitrag, der in der Oktober-Ausgabe von Heilberufe abgedruckt ist. „Mit der Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer wollen wir ermitteln, wie die Beschäftigten in der Pflege zur Einführung einer Kammer stehen und was sie von dieser erwarten. Dies ist wichtig, um nicht am Bedarf der Betroffenen vorbei zu planen.“ Medial begleitet wird die gesamte Kampagne von der Springer Fachzeitschrift Heilberufe. „Dass unsere Redaktion Medienpartner der ‚Allianz Pflegekammer Berlin‘ ist, nehmen wir sehr ernst“, erklärt die Chefredakteurin Katja Kupfer-Geißler. Sie führt weiter aus: „Wir verfolgen die Thematik schon sehr lange und wir werden unsere gesamte Medienkompetenz zum Tragen bringen im Sinne einer objektiven und ausführlichen Berichterstattung für unsere Leser, die professionell Pflegenden. Denn nur mündige Pflegende tragen mit ihren Antworten zu einem repräsentativen Ergebnis bei.“

Noch im Oktober 2014 startet zudem die Befragung zur Akzeptanz einer Pflegekammer im Land Berlin. Dazu werden 1.000 nach dem Zufallsprinzip ermittelte Berliner Pflegekräfte interviewt. Die Befragung erfolgt durch die Alice Salomon Hochschule unter Leitung von Prof. Dr. Ingrid Kollak.

Das Heilberufe-Interview mit Mario Czaja zum Download hier. Mehr Infos zur Auftaktveranstaltung am 14. Oktober 2014 und zu weiteren Terminen hier.

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30. September 2014 Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin zum 5. Mal verliehen

Sabine Kischkel erhält den Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin 2014 | Preisverleihung am 26. September im Rahmen der DGG-Jahrestagung in Hamburg | Preisarbeit wird als Open Access-Beitrag veröffentlicht

Heidelberg, 30. September 2014. Zur Förderung der Gefäßmedizin mit seiner wachsenden Bedeutung für Diagnostik und Therapie bei gefäßchirurgischen Erkrankungen zeichnet Springer Medizin zum 5. Mal in Folge eine Original- oder Übersichtsarbeit der Fachzeitschrift Gefässchirurgie aus. Preisträgerin 2014 ist die Medizinerin Dr. Sabine Kischkel für ihren Beitrag „Biodegradierbare Polymerstents für die vaskuläre Applikation im Karotis-Modell beim Schwein“ erschienen in Gefässchirurgie 19, 2014. Anders als in den früheren Jahren erhält der Preisträger des Julius-Springer-Preises für Gefäßmedizin ein Preisgeld im Wert einer Open-Choice-Publikation. Der prämierte Beitrag wird in Kürze über PubMedCentral als Volltext frei verfügbar sein unter dx.doi.org/10.1007/s00772-014-1311-4

„Die von uns ausgelobte Arbeit von Sabine Kischkel zeichnet sich besonders durch den edukativen Charakter für alle Experten im Bereich der Gefäßmedizin aus“, erklärte Professor Hans-Henning Eckstein, Schriftleiter der Zeitschrift Gefässchirurgie anlässlich der Preisverleihung während der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) Ende September in Hamburg. „Ihr Beitrag hat uns als Jury schließlich überzeugt, weil er beispielhaft den notwendigen Transfer von den experimentellen Ergebnissen zum klinischen Nutzen herausarbeitet.“

Kischkel und ihr Team verfolgen mit ihrer Arbeit das Ziel, dass in Zukunft weiterentwickelte Stents für Routineeingriffe am Menschen verwendet werden. Dazu beschreiben und analysieren sie einen Versuch an Schweinen mit zwei Stent-Modellen. Einem herkömmlichen Stent, der rein mechanisch funktioniert und nicht wieder ausgetauscht werden kann. Erschwerte Wundheilung sowie eine erhöhte Entzündungsgefahr durch den Stent als permanentem Fremdkörper können auftreten. Und einem neuartigen, biodegradierbaren Polymerstent, der über chemische Substanzen wirkt und im Körper wieder abbaubar ist. Seine Implantation erfolgt endovaskulär und ist auch deswegen weitaus verträglicher. Typische Fremdkörperreaktionen sind bei ihm nicht bekannt, außerdem ist er nicht hinderlich bei weiteren Eingriffen an derselben Stelle. Zum Vergleich wurden zehn Landschweinen der neue PLLA/P4HB-Stent implantiert, zehn weitere Schweine erhielten handelsüblich mechanische wirkende Stents. Eingriff und Wundheilung verlief bei allen Tieren komplikationslos, allerdings zeigten sich eindeutig bessere Stenosegrade bei den neuen PLLA/P4HB-Stent Modellen. Damit stellt dieser Polymerstent einen sehr vielversprechenden Ansatz für die weitere Therapie am Menschen dar. Die Erkenntnisse aus der Arbeit von Kischkel und Team bedeuten einen maßgeblichen Beitrag für die Behandlung von Patienten mit gefäßmedizinischen Erkrankungen in der Zukunft.

Dr. Sabine Kischkel ist Fachärztin im Bereich Gefäßmedizin, arbeitet an der Klinik und Poliklinik für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie an der Universitätsmedizin Rostock. Den Volltext zum Download hier.

Die Springer Medizin Zeitschrift Gefässchirurgie informiert über aktuelle Entwicklungen in der vaskulären und endovaskulären Chirurgie. Die Zeitschrift wendet sich in acht Ausgaben pro Jahr an Gefäßchirurgen und Spezialisten angrenzender Fachgebiete in Praxis, Klinik und Forschung. Der Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin zeichnet eine Original- oder Übersichtsarbeit aus, die in deutscher Sprache verfasst wurde und im Zeitraum von Mai des Vorjahres bis April des laufenden Jahres in einer Ausgabe von Gefässchirurgie erschienen ist. Mehr zur Zeitschrift Gefässchirurgie.

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Springer Medizin

29. September 2014 Verleihung des Julius-Springer-Preises für Ophthalmologie 2014

Zum siebten Mal zeichnet Springer Medizin die beste Originalie der Zeitschrift Der Ophthalmologe aus | Anwendung moderner Bildgebungstechnik bei der Augenerkrankung Uveitis posterior durch Dr. Lukas Reznicek und Dr. Florian Seidensticker

Heidelberg | Leipzig, 29. September 2014. Am 27. September 2014 wurde zum siebten Mal der Julius-Springer-Preis für Ophthalmologie verliehen. Springer Medizin prämiert hierbei jährlich eine herausragende wissenschaftliche Originalarbeit aus der Zeitschrift Der Ophthalmologe. Der Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, geht dieses Jahr an Dr. Lukas Reznicek (Augenklinik der LMU München) und an Dr. Florian Seidensticker (Augenklinik der LMU München; Zollikofen, Schweiz) für die Arbeit „Weitwinkelfundusautofluoreszenz bei nichtinfektiöser Uveitis posterior“. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in Leipzig statt.

Ziel der prämierten Arbeit war es, den diagnostischen Informationsgehalt der Weitwinkelfundusautofluoreszenz (FAF) bei Patienten mit posteriorer nichtinfektiöser Uveitis und chorioretinalen Veränderungen zu untersuchen. Diese Erkrankung des Auges ist eine entzündliche Veränderung des hinteren Augenabschnitts und kann zur Erblindung führen. Reznicek, Seidensticker und Mitarbeiter untersuchten insgesamt 73 Augen von 51 Patienten mit nichtinfektiöser posteriorer Uveitis. Bei allen Patienten wurde eine Weitwinkelfarb- und FAF-Aufnahme der hinteren Augenabschnitte mit einem Weitwinkel-Scanning-Laser-Ophthalmoskop (SLO)  gemacht. Mit dieser Methode können Bilder von bis zu 200° der Netzhaut in hoher Auflösung auf einem Scan erzeugt werden. Gegenüber konventionellen Aufnahmen bietet dies den Vorteil, dass neben der zentralen auch die gesamte periphere Netzhaut dargestellt und beurteilt werden kann.  

Es zeigten sich bei 51 von den 73 untersuchten Augen (69,9 Prozent) klinische Veränderungen der peripheren Retina. Diese entzündlichen oder entzündlich vernarbten Veränderungen wären mit einer konventionellen FAF-Aufnahme nicht zu erkennen gewesen. In fast der Hälfte der Fälle (32/73=43,8 Prozent) konnten hinsichtlich der Ausdehnung, Begrenzung oder Größe der Verletzung Unterschiede zwischen den Farb- und den FAF-Aufnahmen beobachtet werden. Dabei war in den Weitwinkel-FAF-Aufnahmen eine weitere Ausdehnung dieser Verletzung zu erkennen als in den Farbaufnahmen. Außerdem beobachteten Reznicek und Seidensticker bei 16,4 Prozent (12/73) der Patienten mit akut ablaufender oder abgelaufener Vaskulitis-Episode und mit teils okkludierten Gefäßen eine bessere und präzisere Darstellung mit Hilfe der FAF-Aufnahmen im Vergleich zur klinischen Untersuchung mit Funduskopie oder in den Farbaufnahmen.

Damit ist gezeigt worden, dass die Weitwinkel-FAF-Aufnahmen wichtige zusätzliche Informationen bei der Erfassung und Dokumentation peripherer und zentraler chorioretinaler Veränderungen bietet.

Journalisten können auf Anfrage den vollständigen Artikel „Weitwinkelfundusautofluoreszenz bei nichtinfektiöser Uveitis posterior“ aus Der Ophthalmologe erschienen im Juni 2014 erhalten.

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