Pressemeldungen

14. February 2012 Der Dialog zwischen Arzt und Apotheker hat ein Gesicht: Apo+ informiert über Gesundheitsthemen von heute und morgen

Die Kooperation zwischen Arzt und Apotheker ist Hauptfokus einer neuen Publikation, die zukünftig unter dem Dach von Springer Medizin erscheint | Apo+ soll einen intensiven Austausch beider Berufsgruppen unterstützen und wird über die österreichische Ärzte Woche verbreitet  

Wien/Heidelberg, 14. Februar 2012. Mitte Februar erscheint erstmals Apo+, ein eigenständiges Medium, das die Rolle des Apothekers und seine Kooperation mit dem Arzt für eine bestmögliche Patientenversorgungin Österreich im Blick hat. Als Informationsteil der österreichischen Ärzte Woche erreicht das 8-seitige Medium im A3-Format zukünftig zehnmal jährlich alle Apotheken Österreichs sowie alle niedergelassenen Allgemeinmediziner und Internisten. Apo+ ist ein weiterer Baustein der Verlagspolitik des Fachverlags Springer Medizin. In den vergangenen Jahren hat der Marktführer in der deutschsprachigen Gesundheitskommunikation sein Portfolio in Sachen Arzt/Patientenkommunikation konsequent ausgebaut.

„5.500 ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker haben täglich 400.000 Kundenkontakt und bieten Qualität auf höchstem Niveau,“ erklärt Verena Kienast, Editor Springer Medizin. Sie fährt fort: „Höchste Beratungskompetenz funktioniert aber nur, wenn Arzt und Apotheker so umfassend wie möglich kooperieren. Deswegen lag die Entscheidung für uns nahe, diesem Bedarf Rechnung zu tragen“. Die Broschüre widmet sich zukünftig Themen wie der Compliance, also der zuverlässigen Einhaltung der ärztlich angeratenen Therapie durch den Patienten; aber auch der Selbstmedikation oder der Vermeidung von Arzneimittel-Wechselwirkungen. Apo+ berichtet auch über gesundheitspolitische Themen wie beispielsweise über die elektronische Gesundheitsakte ELGA, Best Practice-Beispiele aus der Apotheke oder stellt die Diskussion um die Apotheken-Öffnungszeiten dar.

Auch auf politischer Ebene wird dieses Projekt begrüßt. So kommentiert der Präsident der österreichischen Apothekerkammer Mag. Heinrich Burggasser: „Im Tagesgeschäft klappt die Zusammenarbeit zwischen den Ärzten und Apothekern ganz hervorragend. Es wäre aber auch schön, wenn wir etwa auf der Ebene der Interessensvertretung, also der Ärztekammer und der Apothekerkammer, noch mehr im Sinne der Gesundheit zusammenarbeiten würden. Das ist für mich eine Vision, die ich mit Nachdruck vertreten werde, nicht zuletzt zum Wohle aller Patienten!“ Für Dr. Erwin Rebhandl, Gemeindearzt in Haslach, OÖ, und ehemaliger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, ist „wichtig, dass der Apotheker im Hinblick auf die Therapieempfehlungen dem Patienten die gleiche Botschaft vermittelt wie der Arzt. Daher ist die direkte Kommunikation des Apothekers mit dem Arzt wesentlich. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker ist im Interesse der Patienten.“

Die Ärzte Woche ist Österreichs führende Fachzeitschrift für Medizin, Gesundheitspolitik und Praxismanagement. Sie erscheint 44 mal im Jahr, in einer Verbreitung von knapp 17.000 und kann als Einzelheft aber auch als Abonnement bezogen werden. Hier mehr zu Mediadaten und Anzeigenkontakt

Springer Medizin ist führender Anbieter von Fachinformationen im Gesundheitswesen in Österreich und Deutschland. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und eine Vielzahl von Online-Angeboten für alle Arztgruppen, Pharmazeuten, Heilberufe und medizinisch interessierte Laien. Wichtige Qualitätsmerkmale aller Verlagsprodukte sind hohe wissenschaftliche Qualität, Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung, sowie exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, medizinischen Stiftungen, Herausgebern und Fachautoren. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media. Hier finden Sie alle Pressemitteilungen zu Springer Medizin und Springer Science+Business Media

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8. February 2012 Kongress diskutiert Zukunft der Pflege: Der Schulterschluss mit der Ärzteschaft und eine eigene Verwaltung stehen im Fokus

Der von Springer Medizin ausgerichtete Kongress Pflege 2012 brachte am 27. und 28. Januar Experten aus der Pflege zusammen │ Andreas Westerfellhaus fordert Politik zum sofortigen Handeln auf

Berlin, 08. Februar 2012. „Es reicht! Ab jetzt zählen nur noch Taten und Ergebnisse“, so Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR) e.V., auf dem Kongress „Pflege 2012“. Denn ohne Pflegekräfte geht nichts im Gesundheitswesen – darüber herrschte Einigkeit unter den Teilnehmenden des Kongresses „Pflege 2012“. Zum 17. Mal luden Springer Medizin und das Pflegemagazin Heilberufe zum Leitkongress für das mittlere Pflegemanagement nach Berlin. Über 1.000 professionell Pflegende aus allen Versorgungsbereichen folgten der Einladung und diskutierten zu Fragen wie Selbstverwaltung in Pflegekammern, Personalrecruiting, Dienstplangestaltung oder Krankenhaushygiene.

© Stephanie Pilic, Berlin
Der Kongress hat sich erneut als wichtige Plattform für richtungsweisende Entscheidungen in der Pflege erwiesen. Westerfellhaus forderte die etwa 1,2 Millionen Pflegenden in Deutschland auf, sich selbst aktiv in Veränderungsprozesse einzubringen: „2012 muss das Jahr der beruflich Pflegenden werden.“ Annette Widman-Mauz (CDU), parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG) sagte in ihrer Eröffnungsrede zu, dass die Erarbeitung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes noch innerhalb der Legislaturperiode abgeschlossen werde. Uneinig waren sich Politik und Pflegevertretung über die Länge der Ausbildung: der Pflegerat plädiert für eine zwölfjährige Schulbildung als Voraussetzung für die Zulassung zur Pflegeausbildung, vom Ministerium aus soll es bei zehn Jahren bleiben.

Eine Umfrage unter Mitarbeitern der Charité Berlin, die als Film-Einspieler auf der Eröffnung gezeigt wurde, gab einen guten Einblick in den Pflegealltag: „Ich kann mir nicht vorstellen, das noch mit 60 zu machen“ – diese Aussage einer Krankenschwester verdeutlichte den Ernst der Lage. Die Ärzteseite äußerte sich partnerschaftlich: „Ein ganz wesentlicher Wunsch von mir wäre, als Ärztin mit einer sehr autonom tätigen Berufsgruppe zu tun zu haben – das ist eine wichtige Voraussetzung, um auf Augenhöhe gemeinsam zu arbeiten“, sagt eine Ärztin der Charité im Film.

Pressekonferenz: (K)ein Tag ohne Pflege
Auf der Kongress-Pressekonferenz stand die Frage im Mittelpunkt, wie eine professionelle Pflege für die Zukunft gesichert werden kann. Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer und Vize-Präsident der Bundesärztekammer, forderte den Schulterschluss zwischen Ärzteschaft und Pflegenden: „Wir müssen Synergie-Effekte nutzen durch Arbeitsteilung“, so Kaplan. Bereits 2020 fehlten voraussichtlich nicht nur 280.000 Pflegekräfte sondern auch 56.000 Ärzte. Deshalb müsse man heute schon überlegen, welche ärztliche Tätigkeiten delegiert werden können. Im Blick für die Übertragung solcher Tätigkeiten hat Kaplan vor allem die großen Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Hypertonie oder Druckgeschwüre.

Pflegemanagement-Award: Ein neuer Stern am Pflegehimmel

© Stephanie Pilic, Berlin
Erstmals vergeben wurde auf dem Kongress eine neue Auszeichnung im Pflegebereich: der Pflegemanagement-Award für Nachwuchsführungskräfte, initiiert vom Bundesverband Pflegemanagement. Vorstandsvorsitzender Peter Bechtel überreichte den ersten Preis an Stefanie Russ, Fallmanagerin in den Kliniken des Landkreises Biberach, für ihr außergewöhnliches Engagement bei der Etablierung des Fallmanagements und ihren Einsatz für sektorenübergreifende Lösungen. „Ich freue mich riesig über den Preis“, so Frau Russ. „Wie erfolgreich das Fallmanagement ist, konnten wir in Evaluationen sehen. Bereits nach einem Jahr ließ sich das Fallmanagement für unser Klinikum nicht mehr aus dem Klinikalltag wegdenken.“ Auf den zweiten Platz kam Birgit Trierweiler-Hauke von der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg, den dritten Platz belegte Mirjana Sreckovic von der Deutschen Hochgebirgsklinik Davos. (die vollständige Preismeldung vom Bundesverband finden Sie hier)

Pressekontakt Pflegekongress:
Anke Nolte | tel +49 (0)30 27560136 | nolte@journalistenbuero-berlin.de

Pressekontakt Springer:
Claudia Funke | Springer Medizin | tel +49 (0)6221 487-8397 | claudia.funke@springer.com

© Stephanie Pilic, Berlin

26. January 2012 Mit mehr Autonomie für Pflegende ein attraktiveres Berufsbild schaffen

Sinnvollere Arbeitsteilung zwischen Pflegenden und Ärzten als Strategie gegen den Fachkräftemangel | Auf dem von Springer Medizin ausgerichteten Kongress Pflege 2012 setzen sich am 27. und 28. Januar Experten für eine Selbstverwaltung der Pflege ein

Berlin, 26. Januar 2012. Selbstverwaltung der Pflege in Form einer Pflegekammer, ein Berufsgesetz Pflege, Anhebung der Zugangsvoraussetzungen für die Pflegeausbildung und nicht zuletzt eine wertschätzende Kooperation zwischen Pflegenden und Ärzten – das fordert Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR) e.V., auf der Springer Medizin Pressekonferenz zum Kongress Pflege 2012. „Das angekündigte Jahr der Pflege 2011 war ein Flop, 2012 muss nun endlich das Jahr der Pflegenden selber werden.“ Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Pflegemanager, Pflegepolitiker, Pflegewissenschaftler und Pflegekräfte aus dem ambulanten und stationären Bereich – treffen am 27. und 28. Januar in Berlin zusammen, um die politischen Weichen für das Pflegejahr zu stellen und Zukunftsperspektiven für das Gesundheitswesen zu entwickeln.

Auf dem Kongress soll auch der Austausch zwischen Ärzten und professionell Pflegenden vertieft werden. „Ärzte und Pflegende stehen in Zeiten des bekannten Fachkräftemangels vor gewaltigen Herausforderungen, die im Gesundheitswesen nur gemeinsam zu lösen sind“, so Westerfellhaus weiter. „Zeit für ideologische, berufspolitisch motivierte Auseinandersetzungen können wir uns nicht mehr leisten.“ 2020 werden voraussichtlich nicht nur 280.000 Pflegekräfte, sondern auch 56.000 Ärzte fehlen. „Dem muss bereits heute entgegengesteuert werden“, betont auch Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, anlässlich des Kongresses. „Dafür müssen wir Synergie-Effekte nutzen durch Arbeitsteilung.“ Pflegekräfte könnten zum Beispiel Ultraschall-Untersuchungen von Organen durchführen, das Wund- oder Schmerzmanagement in die Hand nehmen, chronisch Kranke beraten. So hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) kürzlich beschlossen, dass Pflegekräfte bei der Behandlung von Menschen mit Diabetes, Demenz, Bluthochdruck oder Druckgeschwüren ärztliche Tätigkeiten eigenverantwortlich übernehmen sollen.

„Ein ganz wesentlicher Wunsch von mir wäre, als Ärztin mit einer sehr autonom tätigen Berufsgruppe zu tun zu haben – das ist eine wichtige Voraussetzung, um auf Augenhöhe gemeinsam zu arbeiten“, sagt eine Ärztin in einem eigens für den Kongress produzierten Film (link), in dem Pflegekräfte, Ärzte und Patienten an der Berliner Charité – eines der größten Universitätskliniken Europas – befragt wurden. Bei mehr Autonomie kommt auch mehr Geld ins Spiel: „In anderen Berufen kriegt man ja auch, wenn man eine Fortbildung abschließt, mehr Entlohnung dafür – was bei uns nicht der Fall ist. Das finde ich traurig“, kritisiert eine Pflegekraft in dem Film.

Zur Attraktivitätssteigerung des Berufs gehöre eine angemessene Entlohnung, verbunden mit tariflichen Zuwächsen, sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Stellenausstattung, verlangt auch Pflege-Chef Westerfellhaus. In diesem Zusammenhang kritisiert er den gerade abgewendeten Ärztestreik: „Ein solitäres Vorgehen einer Berufsgruppe gefährdet unter den gesetzlich gedeckelten Budgets der Krankenhäuser massiv die tarifliche Situation der Pflegenden.“ Pflegende dürften nie wieder die Konsequenzen aus tarifpolitischen Ergebnissen einer einzelnen Berufsgruppe und einer verfehlten Krankenhausfinanzierungspolitik tragen.

Auf der Kongress-Pressekonferenz kam auch die ambulante Pflege zum Tragen: Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Ersatzkassen (vdek), stellte das Projekt „SOwieDAheim“ vor – Preisträger des Innovationspreises des vdek 2012 –, bei dem Pflegebedürftige für einige Stunden in Familien gegeben und dort betreut werden. „Nach Ansicht des vdek ein gelungenes Konzept für die zukünftige Herausforderung einer veränderten Versorgungsstruktur und einen sich ändernden Fachkräftemarkt“, so Ballast.

Eröffnet wird der Kongress Pflege 2012 von Annette Widmann-Mauz, Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Erstmals verleiht der Bundesverband Pflegemanagement (ehemals BALK) im Rahmen des Kongresses den Pflegemanagement-Award für Nachwuchs-Führungskräfte.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | tel +49 (0)30 82787-5510 | www.heilberufe-kongresse.de

Die Pressemappe zum Download finden Sie hier .

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Pressekontakt Pflegekongress: Anke Nolte | tel +49 (0)30 27560136

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18. January 2012 Personalbedarf ermitteln: Einheitliches Berechnungsinstrument oder (höhere) Mindeststandards?

Der Kongress Pflege 2012, ausgerichtet von Springer Medizin, widmet sich diesem und vielen weiteren gesundheitspolitischen Themen Ende Januar in Berlin | Am 26.1.2012 findet zum Kongress die Pressekonferenz „(K)ein Tag ohne Pflege“ statt

Berlin, Heidelberg 18. Januar 2012. Pflegeexperten fordern seit langem einheitliche Kriterien, nach denen in allen Krankenhäusern der Personalbedarf zu ermitteln ist. „Übliche Instrumente, wie zum Beispiel die Pflege-Personalregelung (PPR), sind zu oberflächlich und nicht mehr aktuell“, betont Wolfgang Plücker, Geschäftsführer der DKI GmbH in Wuppertal und Autor des Standardwerks „Personalbedarfsermittlung im Krankenhaus“. „Ein neues Instrument müsste den ökonomischen Bedingungen angepasst und nach verschiedenen Fachbereichen differenziert werden.“ Eine Personalbedarfsermittlung auf der Basis ausschließlich von Leistungsminuten verschärfe bei sinkenden Verweildauern die personelle Situation. Den richtigen Personalbedarf und Personalmix finden – das wird ein Thema sein auf dem Kongress Pflege 2012, der von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe veranstaltet wird. Einen Tag vor dem Kongressbeginn findet eine Pressekonferenz mit ausgewiesenen Experten aus Pflege, Medizin, Politik und Versorgerseite statt. Mehr Infos dazu hier.

Die Entwicklung eines neuen Personalbemessungsinstruments ist allerdings teuer – ein entsprechender Forschungsantrag des Deutschen Pflegerats auf Fördergelder wurde vom Bundesgesundheitsministerium abgelehnt. Als Alternative werden Mindeststandards diskutiert, wie es sie für die stationäre Altenpflege gibt. Im Heimgesetz wurde vor 21 Jahren festgelegt, dass die Einrichtungen mindestens 50 Prozent Fachkräfte beschäftigen müssen. „Das reicht allerdings bei Weitem nicht mehr“, bemängelt Rolf Höfert, Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands (DPV) e.V. „Denn damals wohnten in den Heimen 80 Prozent Gesunde und 20 Prozent Pflegebedürftige, heute ist es genau umgekehrt.“ Zweiter Kritikpunkt von Höfert: Durch die Föderalismusreform im Jahr 2005 wanderte das Heimgesetz in die Verantwortung der Länder – perspektivisch wird es also 16 verschiedene Heimgesetze geben. „Unterschiedliche Qualitätsstrukturen bei gleicher Rahmengesetzlichkeit, das darf nicht sein“, so Höfert. Der Pflegerechtsexperte appelliert an den Bundesrat, sich auf einen Nenner zu verständigen – „in Würdigung der gestiegenen Anforderungen“.

Weitere Themen auf dem Kongress Pflege 2012: Pflegekammer, Neuordnung der Gesundheitsberufe, IT in der Pflege u.a. Erstmals verleiht der Bundesverband Pflegemanagement (ehemals BALK) im Rahmen des Kongresses den Pflegemanagement-Award für Nachwuchs-Führungskräfte. Annette Widmann-Mauz, Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, und Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, werden den Kongress eröffnen, zu dem etwa 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Pflege und Pflegemanagement erwartet werden.


Kongressorganisation und Anmeldung:
Andrea Tauchert, tel + 49 (0)30 82787-5510, www.heilberufe-kongresse.de

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14. December 2011 „Mama, was ist das, Diabetes?“ Diagnose Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Neue Auflage des Elternratgebers „Kinder und Jugendliche mit Diabetes“ im Springer Verlag hilft Eltern und Angehörigen mit der Krankheit im Alltag angemessen umzugehen

Heidelberg, 14. Dezember 2011. Die Diagnose „Diabetes mellitus“ stellt für die ganze Familie eine große Herausforderung dar. Das Leben mit der Stoffwechselstörung bedarf besonderer Vorbereitung. Darum gibt es spezielle Diabetesteams, zusammengesetzt aus einem Arzt, einem Psychologen und verschiedenen Beratern, die Erziehungsberechtigte schulen und unterstützen. In „Kinder und Jugendliche mit Diabetes“ begleiten die Autoren, die selbst jahrelange Erfahrungen in der Diabetesaufklärung besitzen, betroffene Familien durch verschiedene Altersstufen im Kindes- und Jugendalter.

„Der Ratgeber ist genau auf die Bedürfnisse von Eltern, Lehrern und Betreuern zugeschnitten.“ erläutert Christine Lerche, Editor Fachbuch Medizin bei Springer Medizin. „In der neuen Auflage haben wir sowohl das Altersspektrum erweitert als auch das Layout gründlich überarbeitet. Nun zeigen sechs Kinder und Jugendliche von zwei bis siebzehn Jahren, wie sie und ihre Familien das Leben mit der Diagnose Diabetes bewältigen. Aus Situationen wie Kindergeburtstag, Reise und Sport entstehen Fallbeispiele, die – nah am Geschehen – für den Leser gut nachzuvollziehen sind. Die Fotos unterstreichen dabei: das hier ist die Realität. Die Inhalte richten sich nach den für Eltern vorgeschriebenen Schulungen. Fragen wie: „Was darf mein Kind essen und trinken?“, „Was passiert bei einer Hypoglykämie?“ und „Wie funktioniert eine Insulinpumpe?“ werden eingehend beantwortet.“

Das Elternbuch richtet sich an Familien mit und ohne Kenntnisse im Umgang mit dem Krankheitsbild Diabetes mellitus bei Kindern. Merksätze, praktische Tipps und Zusammenfassungen führen durch die Kapitel. Im Anhang des Buches finden sich Informationen über Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen sowie Empfehlungen für weitere Literatur. Der Titel richtet sich zudem nach den neusten Bestimmungen im Sozial- und Versicherungsrecht.

Peter Hürter, Wolfgang von Schütz, Karin Lange
Kinder und Jugendliche mit Diabetes
Medizinischer und psychologischer Ratgeber für Eltern
Springer 3., vollst. überarb. Aufl., 2012, VIII, 384 S. 161 Abb. in Farbe. Geb.
EURO 36,95 (inkl. 7% MwSt. in D); sFr 46.00
ISBN 978-3-642-20682-5

Pressekontakt und Rezensionsexemplar:
Nina Nöll | tel +49 6221 7 487 - 8613

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13. December 2011 Gütesiegel Qualität – ein absolutes Need-to-have

Das „Arbeitshandbuch Qualitätsmanagement“ bietet Mustervorlagen und Checklisten für ein gesetzeskonformes Qualitätsmanagement in der Arztpraxis │ 2. Auflage trägt neuesten Regelungen Rechnung

Heidelberg, 13. Dezember 2011. Qualitätsmanagement in der Arztpraxis ist gesetzliche Pflicht. Alle Vertragsarztpraxen müssen sich daraufhin überprüfen lassen und zur Qualitätssicherung Rede und Antwort stehen können. In der zweiten Auflage bietet das soeben bei Springer Medizin erschienene „Arbeitshandbuch Qualitätsmanagement“ Mustervorlagen und Checklisten, die dem Anwender die Erfüllung der neuesten gesetzlichen Regelungen nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) garantieren. Ein digitaler Leitfaden führt Schritt für Schritt durch die Implementierung aller geforderten Maßnahmen. Zusatzmaterialien regen den Einsatz des Qualitätsmanagements (QM) für die eigene Arbeits- und Teamzufriedenheit an. Das Handbuch ist zertifiziert von der STIFTUNG GESUNDHEIT und empfohlen von der Ärzte Zeitung.

„Das Rundum-sorglos-Paket im Qualitätsmanagement war unser Ziel mit diesem Arbeitshandbuch. Mit dem direkten Bezug auf die gesetzlichen Vorgaben gibt es dem Arzt die Sicherheit, tatsächlich alle nötigen Punkte berücksichtigt zu haben.“, so Hinrich Küster, Senior Editor Buch bei Springer Medizin. „Maximal komfortabel und neu in der 2. Auflage ist, dass der digitale Leitfaden verlinkt ist und den Anwender bequem durch den gesamten Prozess des Qualitätsmanagements führt. Außerdem sind alle Mustervorlagen in dieser Auflage editierbar, so dass diese an die individuellen Bedürfnisse der Arztpraxis angepasst werden können“, fügt er hinzu. Praxisbezogene Umsetzungsbeispiele erleichtern die Anwendung im Alltag. Checklisten unterstützen bei der geforderten Selbstbewertung.

Zur Weiterentwicklung der praxiseigenen QM-Arbeit gibt der Titel viele Tipps und Anregungen. Grundsatz ist, dass das Qualitätsmanagement der Praxis dienen soll, und nicht umgekehrt. Die Bedeutung des QM für die eigene Arbeitszufriedenheit sowie für Risikomanagement und Haftpflichtprophylaxe wird berücksichtigt. Alphabetisch und thematisch gegliederte Zusatzinformationen leiten zur Organisationsentwicklung und Effizienzsteigerung in der Praxis an.

Heike Johannes / Theresia Wölker:
Arbeitshandbuch Qualitätsmanagement
Mustervorlagen und Checklisten für ein gesetzeskonformes QM in der Arztpraxis
Springer 2012, 2. Aufl., 94 Seiten, 25 Abb. Mit CD-Rom.
EURO 89,95 (inkl. 7% MwSt. in D); sFr 112
ISBN 978-3-642-21788-3

Pressekontakt und Rezensionsexemplar:
Claudia Funke |  Springer Medizin  |  tel. +49 6221 487-8397

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12. December 2011 Umfangreicher Newsservice als Onkologie-App jetzt im iTunes-Store

Onkologen können sich ab sofort durch eine App schnell und umfassend über Neuigkeiten aus der interdisziplinären Onkologie informieren. Dieser umfangreiche Service ist ein Angebot der Deutschen Krebsgesellschaft gemeinsam mit Springer Medizin.

Berlin/Heidelberg, 12. Dezember 2011. Mobile Nachrichtenangebote gehören immer mehr zu den relevanten Informationsquellen für Mediziner. Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Fachverlag Springer Medizin und dem Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) haben die Partner eine News-App „Onkologie“ für das iPhone entwickelt. Das Besondere ist das nach Aktualität sortierte, kombinierte Angebot beider Partner innerhalb einer App.

So erhalten App-Abonnenten spezifische Informationen des Fachärzteportals springermedizin.de und des Portals der Deutschen Krebsgesellschaft www.krebsgesellschaft.de und damit eine Vielzahl relevanter und täglich aktualisierter Meldungen aus der interdisziplinären Onkologie. Weiterhin sind Nachrichten aus der Gesundheitspolitik, Praxis und Wirtschaft sowie Kongressberichte integrierter Bestandteil des App-Angebots. Mit der Funktion „Themenauswahl“ können die Nachrichten gezielt nach diesen Bereichen gefiltert werden.

Über eine interaktive Funktion können außerdem Onkologie-relevante Veranstaltungstermine im eigenen Kalender eingetragen werden. Die Nutzer haben die Möglichkeit, mit der Applikation bequem Artikel in einer Merkliste abzulegen, sie außerdem im Social Web etwa bei Facebook und Twitter zu posten und Artikelempfehlungen per E-Mail an Kollegen weiterzuleiten. Eine Suchfunktion ermöglicht eine komfortable Recherche.

„Neben unserem umfassenden Portal www.krebsgesellschaft.de war es uns wichtig, ein zusätzliches Angebot speziell für die mobile Nutzung zu unterstützen bei dem man durch wenige Tabs gezielt und schnell informiert bleibt“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Die Onkologie-App (im iTunes Store erhältlich) ist für Ärzte entwickelt und kostenpflichtig: Für 1,59 € im Monat kann ein News-Abo innerhalb der App abgeschlossen werden.

Springer Medizin hat in diesem Jahr bereits vier Apps veröffentlicht: News-App Kardiologie, News-App Innere Medizin, Ärzte Zeitung-App und die App der österreichischen Ärzte Woche.

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9. December 2011 Revolution durch Stimulation

Plättchenstimulator Nplate®überzeugt Galenus-Jury wegen seines neuartigen Wirkprinzips. Anstelle Immunreaktionen zu unterdrücken, setzt der Hersteller auf Stimulation. Amgen wird ausgezeichnet mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis 2011 für Arzneimittelinnovationen in der Kategorie Specialist Care | Film zur Preisverleihung durch Schirmherrin Annette Schavan

Berlin/Heidelberg/München, 9. Dezember 2011. Der diesjährige Galenus-von-Pergamon-Preis für Arzneimittelinnovationen in der Kategorie Specialist Care ging an das Medikament Nplate® (Romiplostim) von Amgen. Basierend auf dem Wirkstoff Romiplostim kommt dieses Präparat zum Einsatz bei Patienten mit chronischer immun-thrombozytopenischer Purpura (Immunthrombozytopenie, ITP). Der Peptibody  Romiplostim stimuliert die Thrombozytenbildung, wobei es die Anzahl der Blutplättchen deutlich und anhaltend steigert. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Innovation können jetzt Patienten behandelt werden, bei denen die gängigen Therapien, etwa Kortison, Immunglobuline oder Milzentfernung, nicht mehr wirken. In Deutschland sind etwa 8.000 Menschen von der schweren Autoimmun-Krankheit ITP betroffen. Der Jury-Vorsitzende Professor Erland Erdmann zeigte sich während seiner Laudatio im Rahmen der Springer Medizin-Gala vom neuen Wirkprinzip beeindruckt. Damit erhält das Unternehmen Amgen gleich beide wichtige Preise in der Arzneimittelinnovation. Erdmann schickte in seiner Laudatio voraus, „dass mit dem Doppelsieg in den Galenus-Kategorien Specialist und Primary Care offensichtlich ist, dass es während der Jury-Entscheidung keine Rolle spielt, welche Firma sich hinter dem nominierten Medikament verbirgt.“ Allein der innovative Charakter des eingereichten Präparates stehe im Fokus.

„Dass wir beide Galenus-Preise im Jahr 2011 erhalten haben, macht uns ganz besonders stolz“, freut sich  Professor Winand Lange, der gemeinsam mit dem Vice President and General Manager, Richard A. Paulson für Amgen auch die Auszeichnung entgegennahm. „Für Amgen ist Wissenschaft alles. Schon lange machen wir uns in der Grundlagenforschung stark, so auch in Deutschland. Über unsere eigene Forschung schaffen wir die Basis für die Entwicklung unserer Medikamente, wie bei Nplate®. Wir haben hier ein Molekül entwickelt, das es gar nicht in der Natur gibt. Es ist eine Fusion verschiedener Aminosäurensequenzen mit einem Antikörperfragment – hier liegt eine völlig neuartige Technologie zugrunde.“

Auch diesen Preis überreichte die Ministerin für  Bildung und Forschung, Professor Dr. Annette Schavan, als Schirmherrin des Galenus-Preises und verlautbarte an alle Galenus-Preis-Nominierten: „Ein Medikament zu entwickeln ist eine spezielle Kunst. Ich wünsche mir, dass Sie die Anerkennung spüren, die wir heute ausdrücken wollen. Und ich wünsche Ihnen, dass diese Wertschätzung Ihnen weiterhin Kraft und Energie gibt, mit Elan weiter zu forschen.“  

Ein Video zur Preisverleihung an Amgen durch Annette Schavan finden Sie hier. Weitere Preisträger sind in der Kategorie Arzneimittelinnovationen Primary Care Prolia®  ebenfalls Amgen und Dr. Wolfgang Kühn für seine Grundlagenforschungsarbeit in der Nephrologie. Ein Kurzfilm zur gesamten Medizin-Gala hier.

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vlnr : Winand Lange, Erland Erdmann, Richard A. Paulson, Annette Schavan

© Foto: Andreas Kermann

8. December 2011 Durchbruch in der Osteoporose-Therapie

Das Medikament Prolia® ist mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis 2011 für Arzneimittelinnovationen  in der Kategorie Primary Care ausgezeichnet worden | Im Rahmen der Preisverleihung während der Springer Medizin-Gala betont die Ministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, das große Potential, das in der deutschen Gesundheitsforschung steckt | Video zur Preisverleihung durch Schirmherrin Annette Schavan

Berlin/Heidelberg/München, 8. Dezember 2011. Osteoporose ist eine Volkskrankheit, an der weltweit jede dritte Frau, aber auch immer mehr Männer erkranken. Allein in Deutschland sind über 130.000 Oberschenkelfrakturen pro Jahr auf eine Osteoporose zurückzuführen. Gerade hinsichtlich unserer immer älter werdenden Gesellschaft ist es entscheidend, ein wirksames Mittel gegen Frakturen zu haben. Dieser Aspekt war ein maßgeblicher Grund für die 12-köpfige Galenus-Jury, den Galenus-von-Pergamon-Preis 2011 an die Hersteller des Osteoporose-Arzneimittels Prolia® in der Kategorie Primary Care zu vergeben. Der hierbei verwendete Wirkstoff Denosumab ist ein monoklonaler Antikörper, der gezielt zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko eingesetzt werden kann. Laut dem Jury-Vorsitzenden Professor Erland Erdmann fiel das Jury-Urteil mit überwältigender Mehrheit aus. „Die Osteoporose ist ein echtes Problem. Und im Hinblick auf die damit häufig einhergehenden Frakturen hat der Markt derzeit nicht wirklich viel zu bieten.“ Mithilfe dieses Galenus-Preis-Gewinners könnten eindeutig mehr Patienten vor  Knochen- oder Wirbelbrüchen geschützt werden, erklärte er während seiner Laudatio. Der  Antikörper hemmt gezielt die knochenabbauenden Osteoklasten. Für die Patienten ist besonders angenehm, dass das Medikament nur alle sechs Monate unter die Haut injiziert werden muss. Prolia® wird zur Reduktion des Frakturrisikos bei Frauen in der Postmenopause eingesetzt.

"Wir freuen uns außerordentlich, dass Prolia® mit diesem Preis ausgezeichnet worden ist“, so Professor Winand Lange, der für Amgen und GlaxoSmithKline den Preis entgegennahm und fährt fort: „Es stecken viele Jahre an Erfahrung und viel Energie  unsere Mitarbeiter in dem Medikament. Den Erfolg geben wir jetzt gerne an die Patienten weiter, denn mit Prolia® erwarten wir einen dramatischen Durchbruch im Hinblick auf die Volkskrankheit Osteoporose. In der Zukunft werden wir  weitere innovative Präparate entwickeln, beispielsweise  im Bereich der Hämatologie, Onkologie, aber auch der Herz-Kreislauferkrankungen, wo sich Amgen heute noch nicht präsent zeigt.“

Aus den Händen der Ministerin für  Bildung und Forschung, Professor Dr. Annette Schavan, nahm Winand Lange, zusammen mit dem Vice President und General Manager von Amgen, Richard A. Paulson, den Preis entgegen. Schavan, Schirmherrin des Preises, schickte in ihrer Laudatio voraus, dass die Regierung mit dem neuen Gesundheitsforschungsprogramm die personalisierte Medizin stärken wird. Ziel ist, dass Patienten schneller die Therapien bekommen, die wirklich zu ihnen passen. „Wir wollen dass Medikamente effizienter entwickelt werden, die Volkskrankheiten vor allem im Fokus.“  

Weitere Preisträger sind in der Kategorie Arzneimittelinnovationen Specialist Care Nplate®  von Amgen und Dr. Wolfgang Kühn für seine Grundlagenforschungsarbeit in der Nephrologie. Ein Video zur Preisverleihung an Amgen durch Annette Schavan finden Sie hier. Ein Kurzvideo zur Medizin-Gala hier

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7. December 2011 Chefredakteur Montgomery zeigt, wo’s lang geht

Der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Frank Ulrich Montgomery verbrachte einen Tag bei der Ärzte Zeitung / Sensibilisierung für die tägliche Leistung einer Tageszeitung | Montgomerys  Qualitäten als Chefredakteur sind in der Ärzte Zeitung Nr. 221 vom 7. Dezember 2011 zu begutachten

Berlin/Neu-Isenburg/Heidelberg, 7. Dezember 2011. Als Präsident der Bundesärztekammer  ist  Dr.  Frank Ulrich Montgomery der Umgang mit den Medien bestens vertraut. Aber nur bis zu dem Punkt, an dem ein Interview gegeben ist. Was passiert aber danach in der Redaktion, bis das gesprochene Wort schließlich für viele Leser präsentiert wird? Das sollte Montgomery bei seinem Besuch in der Redaktion der Ärzte Zeitung erfahren. Als Co-Chefredakteur begleitete er am gestrigen Dienstag den tatsächlichen Chefredakteur Wolfgang van den Bergh. „Den exponiertesten Vertreter der Ärzteschaft einen Tag lang bei uns zu haben, machte uns außerordentlich stolz“, resümiert van den Bergh. „Unser Ziel war, zu sensibilisieren, wie verantwortungsvolles Publizieren in rasanter Geschwindigkeit funktioniert – im Print und auch online.“

Montgomery startete mit der täglichen Redaktionskonferenz: Blattkritik der aktuellen und Themenvorschläge für die kommende Ausgabe;  besonders im Fokus standen jeweils die Aufmachung von Seite 1 und 2, aber auch Themen, die zeitnah online präsentiert werden sollen. Es folgten  intensive fachliche Diskussionen mit den Redakteuren zu möglichen Berichterstattungen aus den Ressorts Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft. Der Co-Chef gab anschließend die Richtung vor und die Redakteure legten los. Montgomery koordinierte die Produktion bis zum Redaktionsschluss der Print-Ausgabe.

Parallelen zwischen dem Alltag eines Chefredakteurs und dem eines Klinikarztes kann man hier allemal ziehen: Angefangen vom  hochwertigen technischen Equipment, über das Arbeiten im  interdisziplinären Team mit dem Ziel, am Ende des Tages ein erfolgreiches Ergebnis zu präsentieren. Die unterschiedlichen Prozesse innerhalb eines Arbeitstages sind geprägt von schnellem Handeln, raschem Reagieren auf neue Entwicklungen und konzentriertem Arbeiten über lange Zeiträume hinweg. Bei Redaktionsschluss zog Montgomery Bilanz: „Dass alle Themen derart intensiv auf ihre Relevanz für Ärzte abgeklopft werden, beeindruckte mich sehr. Wenn ich an die Intensität denke, wie hier über Inhalte von Texten diskutiert wurde, stelle ich fest, wie interaktiv ein Arbeitstag einer Zeitungsredaktion tatsächlich ist.“  Sein persönliches Fazit: „Das ist fast so aufregend wie meine Arbeit als Radiologe in der Klinik – aber nur fast.“  Seite 8 Der Ärzte Zeitung 221 vom 7.12.2011 hier zum Download.

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© Alex Kraus