Wien | Heidelberg, 13. Mai 2013. Zum vierten Mal zeichnet Springer Medizin in Wien die beste Originalarbeit aus, die innerhalb eines Jahrgangs in der Fachzeitschrift Spektrum der Augenheilkunde erschienen ist. Den Preis erhielt in diesem Jahr Dr. Martina Brandner von der Universitäts-Augenklinik der Medizinischen Universität Graz für ihre Veröffentlichung ‚Amblyopietherapie – Empfehlungen des Consilium Strabologicum Austriacum in Zusammenarbeit mit Orthoptik Austria‘. Die Verleihung fand Anfang Mai auf der diesjährigen Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft in Bad Ischl statt. Während der Preisverleihung am 11. Mai 2013 lobte die Jury vor allem die hohe klinische Relevanz, Innovation und den didaktisch guten Aufbau der prämierten Arbeit. Die Nachwuchswissenschaftlerin erhielt die Urkunde aus den Händen von Univ.-Prof. Dr. Herbert A. Reitsamer, ständiger wissenschaftlicher Sekretär der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft; den Scheck im Wert von Euro 2.000,- überreichte Gabriele Hollinek, Leiterin Journals und Redaktionen, Springer Medizin Wien.
Die Amblyopie ist ein entwicklungsbedingtes Defizit des Formensehens, insbesondere der Sehschärfe. Diese Augenerkrankung erfordert ein frühzeitiges Erkennen und eine Behandlung in der sensitiven Phase der Sehentwicklung. Obwohl seit der ersten Erwähnung der Amblyopie über 200 Jahre vergangen sind, ist die Diskussion um deren Behandlung aktueller denn je. Im Jahre 2009 wurden durch die Zusammenarbeit des Consilium Strabologicum Austriacum mit Orthoptik Austria österreichweit geltende Therapieempfehlungen zur Behandlung der Amblyopie erarbeitet. Die von Martina Brand verfasste Arbeit stellt Empfehlungen im Sinne von preferred practice pattern (PPP) und keine Richtlinien für die Amblyopietherapie dar, so dass bei ausreichender Erfahrung des Facharztes eine individuelle Therapieanpassung möglich ist.
Martina Brandner wurde 1978 in Graz geboren, wo sie Humanmedizin studierte. Zur Zeit ist sie als Oberärztin der Ambulanz für Schielen, Kinderophthalmologie und Rehabilitation von Sehbehinderten an der Universitäts-Augenklinik Graz tätig.
Der Förderpreis des Spektrum der Augenheilkunde wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft verliehen und ist mit Euro 2.000,– dotiert. Aus allen im Spektrum der Augenheilkunde publizierten Originalarbeiten wählt eine Jury die beste eines Jahrgangs aus, deren Autor sie den Preis zuerkennt. Da der Förderpreis des Spektrum der Augenheilkunde dem Ansporn zur originellen Publikation und hier vor allem des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen soll, sind Klinik-, Abteilungs- und Institutsvorstände (ausgenommen als Co-Autoren) sowie Autoren über 40 Jahre von der Bewerbung ausgeschlossen.
Der Beitrag ‚Amblyopietherapie – Empfehlungen des Consilium Strabologicum Austriacum in Zusammenarbeit mit Orthoptik Austria‘ ist in Heft 26/2012 (S. 236-240) von Spektrum der Augenheilkunde erschienen. Journalisten können den prämierten Artikel kostenlos anfordern.
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Springer Medizin zeichnet beste Jahrgangsarbeit innerhalb der Fachzeitschrift aus | Der Verlag fördert damit herausragende Publikationen von Nachwuchswissenschaftlern
vlnr: Dr. Martina Brandner, Dr. Herbert A. Reitsamer, Gabriele Hollinek






