Pressemeldungen

23. September 2014 Kostenschraube der Arzneimittelausgaben dreht sich weiter nach oben | 30. Arzneiverordnungs-Report erschienen

Die Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports von Springer kritisieren anhaltend überteuerte Arzneimittelpreise und verweisen auf bestehende Einsparungspotenziale in Deutschland | Nutzenbewertung durch das AMNOG wirkt sich weiterhin positiv aus

Berlin | Heidelberg, 23. September 2014. Auch in diesem Jahr meldet die GKV einen Kostenanstieg der Arzneimittelausgaben auf dem deutschen Markt. Damit haben sich im Vorjahresvergleich die Mehrkosten um 3,2 Prozent erhöht und belaufen sich zu einer Gesamtsumme von 32,11 Mrd. Euro.

Auf der diesjährigen Pressekonferenz zum Erscheinen des Arzneiverordnungs-Report 2014 kritisiert der Pharmakologe Professor Ulrich Schwabe und Herausgeber des Reports den erneuten Kostenanstieg. Eine nach wie vor überzogene Preispolitik der Arzneimittelindustrie belaste die Patienten mit überhöhten Preisen, lautet sein Vorwurf. Als äußerst positiv sei hingegen zu vermelden, dass im europäischen Vergleich neueingeführte Präparate keine nennenswerten Unterschiede mehr aufweisen. Dies ist der Nutzenbewertung durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz AMNOG geschuldet. Das AMNOG habe sich damit in den drei Jahren seit seiner Einführung als wichtiges Steuerungsinstrument für den deutschen Arzneimittelmarkt etabliert.

Der Gesamtanteil der Arzneimittelausgaben am Gesamtvolumen der GKV-Kosten über 198,07 Mrd. Euro liegt wie im Vorjahr bei 16,2 Prozent. Damit ist die Bedeutung der Arzneimittelausgaben für das Gesundheitswesen unverändert hoch.

Mit dieser Neuerscheinung liegt die 30. Ausgabe des Arzneiverordnungs-Reports vor, der seit 1998 jährlich bei Springer erscheint. Der aktuellen Publikation liegen 819 Millionen kassenärztliche Verordnungen des Jahres 2013 zu Grunde, die sich auf eine Ausgabensumme von 32,1 Mrd. Euro belaufen. Die Auswertungen dieser Rezepte, die von 202.965 Vertragsärzten ausgestellt wurden, hat wie in jedem Jahr im Wissenschaftlichen Institut der AOK, dem WIdO stattgefunden. Als ein Novum dieser Jubiläumsausgabe ist das Kapitel über Mittel zur Behandlung von Multipler Sklerose, sowie über Onkologika zu nennen. In letzterem werden erstmals die häufig verwendeten Rezepturarzneimittel und Fertigarzneimittel zur Krebsbehandlung gemeinsam dargestellt. Eine weitere Besonderheit im Buch ist das Kapitel „Drei Jahre Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln gemäß AMNOG“; das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz hat nicht nur nationale Relevanz, auch das Ausland zeigt großes Interesse an seinen Auswirkungen auf dem deutschen Arzneimittelmarkt.
Der Report dient Ärzten als Entscheidungshilfe für eine Verordnung nach therapeutischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Als Standardwerk, dessen Ziel es ist, Transparenz auf dem deutschen Arzneimittelmarkt zu schaffen, genießt er darüber hinaus hohe Anerkennung in Gesundheitsökonomie und Politik.
Die elektronische Pressemappe mit Buchcover zum Download hier.

Ulrich Schwabe, Dieter Paffrath (Hrsg.)
Arzneiverordnungs-Report 2014
Aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare
2014, 1305 S., 79 Abb.
Softcover € 59,99 (D) | € 61,67 (A) | sFr 75.00 (CH)
ISBN 978-3-662-43486-4
Auch als eBook verfügbar

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22. September 2014 Nominierungsstart: Pflegemanagement-Award für Nachwuchsführungskräfte 2015

Ab sofort können Nachwuchsführungskräfte in der Pflege für den Pflegemanagement-Award 2015 nominiert werden. Die Preisverleihung findet im Rahmen des von Springer Medizin veranstalteten Kongresses Pflege Ende Januar 2015 in Berlin statt  

Berlin, 22. September 2014. Der Pflegemanagement-Award ist mittlerweile eine feste Institution geworden. So hat bereits zum vierten Mal in Folge eine Nachwuchsführungskraft die Chance, für ihre Leistungen mit dem Pflegemanagement-Award ausgezeichnet zu werden. Dazu können ab sofort Führungskräfte in der Pflege ihren Führungsnachwuchs für den Preis vorschlagen. Nominierungsschluss ist der 3. November 2014. Initiator des Preises ist der Bundesverband Pflegemanagement. Plattform für die Preisübergabe ist der Kongress Pflege 2015, der Ende Januar in Berlin von Springer Medizin sein 20-jähriges Jubiläum begeht. Hauptsponsor ist auch dieses Jahr ZeQ, eine der führenden Unternehmensberatungen für Krankenhäuser, Rehakliniken und Psychiatrien.

„Die vielen positiven Impulse, die wir von den Preisträgern der letzten Jahre für unsere berufspolitische Arbeit erhalten haben, sind beeindruckend und zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig die Förderung des Nachwuchses für eine Pflege mit Zukunft ist. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir seit der erstmaligen Verleihung des Preises 2012 eine Reihe von jungen Kolleginnen und Kollegen für die Mitarbeit im Bundes- und in den Landesvorständen begeistern konnten.  Mit dem Preis wollen wir auch künftig dazu beitragen, die herausragenden Leistungen des Nachwuchses zu honorieren“, so Peter Bechtel, Vorstandvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement. Gesucht werden Nachwuchsführungskräfte, die sich mit Engagement, Kreativität, sozialer und fachlicher Kompetenz für die Stärkung der Position ihrer Profession engagieren und dabei die für ihren Beruf so wichtige Empathie nicht aus den Augen verlieren.

Mehr zum Pflegemanagement-Award 2015 sowie das Nominierungsformular finden Sie hier.
Pressekontakt Bundesverband Pflegemanagement e.V. | Sabine Girts | Geschäftsführerin | +49 30 44 03 76 93 

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Der Bundesverband Pflegemanagement e.V.  ist eine aktive Interessenvertretung der Profession Pflege und insbesondere des Pflegemanagements in Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist bereits seit 1974 aktiv. Die heutige Struktur mit Bundesvorstand und Landesgruppen für einen maximalen Einfluss in Politik und Öffentlichkeit besteht seit 2005. Der Bundesverband Pflegemanagement ist Gründungsmitglied und aktives Mitglied des Deutschen Pflegerats. Durch seine Managementkompetenz, sein starkes Netzwerk und eine klare Organisationsstruktur wird der Verband heute als einer der Hauptansprechpartner unter den Pflegemanagement-Verbänden gehört und ist auf Bundes- wie Landesebene in die Gestaltung von Gesetzesvorlagen involviert und in Gremien engagiert. Vorstandsvorsitzender ist Peter Bechtel.

Springer Medizin ist Anbieter qualitativ hochwertiger Fachinformationen und Services für alle Akteure im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher sowie umfangreiche digitale Angebote für alle Arztgruppen, Zahnärzte, Pharmazeuten, Pflegeberufe und Entscheider in der Gesundheitspolitik. Die Verlagsprodukte zeichnen sich aus durch exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, Herausgebern und Fachautoren aus. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media.
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17. September 2014 Doktorarbeit leicht(er) gemacht

Leitfaden für Mediziner und Zahnmediziner zu einer erfolgreichen Promotion | Mit dem 4-Phasenkonzept der Doktoranden Akademie den gewünschten Abschluss erreichen

Berlin | Heidelberg, 17. September 2014. In Deutschland ist die Promotion im Gegensatz zu anderen Ländern, wie z.B. in Österreich, für eine Tätigkeit als Arzt nicht zwingend erforderlich. Dennoch promovieren etwa zwei Drittel aller künftigen Ärzte. Nach der gefällten Entscheidung stehen viele Mediziner und Zahnmediziner vor der Frage: „Wie schreibe ich eine Doktorarbeit?“ Für einen Studenten der Medizin ist es schwierig bei der Planung der ersten eigenen wissenschaftlichen Arbeit die entscheidenden Informationen für eine erfolgreiche Umsetzung zu erhalten. Oft wenden sie den Stil wissenschaftlichen Arbeitens intuitiv an, allerdings wird dieses Wissen während des Studiums leider nicht immer systematisch vermittelt. Daher hat Springer in seiner Lehrbuch-Reihe den Titel Wie schreibe ich eine Doktorarbeit? für eine erfolgreiche Promotion herausgebracht. Dr. med. Jasmin Webinger hat das Konzept für diesen Leitfaden entwickelt und gemeinsam mit den Autoren Daniela Keller und Barbara Budrich umgesetzt. Durch eigene Projekte, Seminare und Workshops für Doktoranden erhielten die Autoren ein umfassendes Verständnis für die Hürden bei der Doktorarbeit und konnten dadurch die Arbeitsmethoden weiter verbessern. Durch dieses Wissen entwickelte Webinger das Konzept „Promovieren mit System“ für die Doktoranden Akademie.

Das Konzept basiert auf vier Phasen, jeder ist ein eigenständiges Kapitel gewidmet. Die ersten beiden Kapitel beschreiben die Vorbereitung und die methodische Durchführung, während sich das dritte und vierte Kapitel mit den Phasen der Anwendung statistischer Analyseverfahren und den technischen Werkzeugen des Schreibens befassen. Hier ist insbesondere der Exkurs zur Textverarbeitung mit MS Word sehr hilfreich. Mit diesem Leitfaden ist es möglich, Fehler zu erkennen und von Anfang an Pannen zu vermeiden. Praktische Tipps und Tricks, sowie gekennzeichnete Leitfragen und Checklisten machen das Buch zu einem ganz persönlichen Mentor. Außerdem ist durch ein ausführliches Glossar und Stichwortverzeichnis ein schnelles Nachschlagen möglich.

Für dieses Buch interviewte Webinger erfolgreiche Doktorväter und Doktormütter, um deren praxiserprobte Strategien, Methoden und Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten zu erfahren. „Dieser Leitfaden eignet sich für Doktoranden der Medizin und Zahnmedizin, die ihre Promotion professionell und effizient erstellen wollen. Wir haben ihn für die Mediziner geschrieben, die sich auf eine Doktorarbeit vorbereiten und wissen wollen, worauf sie bei der Auswahl des Forschungsthemas achten sollten“, erklärt Webinger. Genauso findet er Verwendung für Doktoranden, die bereits an der Arbeit schreiben. Zusätzlich bietet dieses Lehrbuch grundlegende Informationen zu Motivation, Zeitmanagement und Projektplanung.

Dr. med. Jasmin Webinger ist Fachärztin für Kinderheilkunde und seit 2010 Studienärztin in der Kinderkardiologie an der Universität Erlangen. Als Gründerin der Doktoranden Akademie hat sie das Konzept „Promovieren mit System" entwickelt und coacht Doktoranden seit 2012.
Diplom-Mathematikerin Daniela Keller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bioinformatik an der Universität Würzburg und statistische Beraterin für Studenten, Doktoranden, Ärzte und Wissenschaftler.
Die Verlagskauffrau Barbara Budrich studierte Anglistik, Geografie und Soziologie und ist Verlegerin, Autorin, Trainerin und Rednerin rund um das wissenschaftliche Schreiben und Publizieren.

Jasmin Webinger, Daniela Keller, Barbara Budrich
Wie schreibe ich eine Doktorarbeit?
Leitfaden für Mediziner und Zahnmediziner
2014, 140 S., 26 Abb.
Softcover € 12,99 (D) | € 13,35 (A) | sFr 16.50 (CH)
ISBN 978-3-642-54077-6
In Kürze auch als eBook verfügbar

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5. September 2014 „So weit sind wir noch lange nicht!“

Akademisierung in der Pflege auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress von Springer Medizin am 24. und 25. Oktober in Hamburg | Differenziertere Personalplanung gefordert, um studierte Pflegekräfte besser zu integrieren | Podiumsdiskussionen zu Führung und Pflegeausbildung

Berlin | Hamburg, 05. September 2014. Pflegewissenschaft kommt nur in homöopathischen Dosen in der Pflegepraxis an. Das bemängelt Prof. Petra Weber, Prodekanin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). „Unter ein Prozent derjenigen Pflegenden in Deutschland, die klientennah arbeiten, sind akademisch ausgebildet“, schätzt die Pflegewissenschaftlerin, die an der HAW den Dualen Studiengang Pflege leitet. Der Wissenschaftsrat empfiehlt eine Akademisierung von etwa 10 bis 20 Prozent eines Jahrgangs in den Pflege- und Therapieberufen. „So weit sind wir noch lange nicht“, so Weber. Erfahrungen in einer akademisierten pflegerischen Praxis sind nur ein Thema auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress, der von Springer Medizin am 24. und 25. Oktober in Hamburg veranstaltet wird.

Eine bessere Qualifikation der Pflegekräfte führt nachweislich zu einer besseren Gesundheitsversorgung. Doch wie können diese Qualifikationsprofile in die Praxis integriert werden? Studierte Pflegefachkräfte verdienen oft nicht mehr als ihre nicht akademisch ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen und oft haben sie das gleiche Tätigkeitsprofil. „Wir brauchen eine differenziertere Personalplanung und -entwicklung, die an den Kompetenzen orientiert ist“, sagt Prof. Weber. „Das heißt: mehr Verantwortung und mehr Geld für studierte Pflegende.“ Doch noch fehle es an tarifrechtlichen Regelleistungen, um besser ausgebildete Pflegefachkräfte auch besser zu vergüten. Das häufig zu hörende Argument, dass akademisch ausgebildete Pflegekräfte nicht mehr am Bett arbeiten wollen, weist die Pflegewissenschaftlerin als „irrige Vorstellung“ zurück: „Sonst würde ja auch kein Arzt mehr seine Patienten versorgen.“

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kommt Wissenschaft in der Praxis an?“ und ein Science Slam mit unterhaltsamen Präsentationen junger Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler rundet die Veranstaltung zur Akademisierung ab. Weitere Podiumsdiskussionen drehen sich um unterschiedliche Konzepte in Organisation und Führung von Krankenhäusern und Pflegediensten sowie um Pro und Kontra Generalisierung in der Pflegeausbildung. Neben der HAW sind die Universitätskliniken Schleswig-Holstein und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Kooperationspartner des Kongresses sowie die Asklepios Kliniken Hamburg, das Albertinen-Diakoniewerk und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). Das Kongressvorprogramm finden Sie zum Download hier; weiterführende Informationen zum Kongress hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510

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2. September 2014 Wie gestalte ich mir die Welt so, dass sie mir gefällt?

Springer Ratgeber liefert Strategien und Gegenstrategien, wie sich Manipulation und Selbsttäuschung erkennen und abwenden lassen

Berlin | Heidelberg, 02.September 2014. Täuschen und Manipulieren sind nicht nur im Tierreich weit verbreitete Phänomene: vor allem der Mensch wendet häufig Täuschungsmanöver an, wobei er nicht nur andere täuscht, sondern auch sich selbst. Nur zu gerne macht er sich etwas vor, wenn es beispielsweise um den beruflichen Erfolg oder um die eigene Attraktivität geht. Dabei genügt es jedoch nicht, dass das vermittelte Bild vom Gegenüber nur akzeptiert wird. Vielmehr soll der Interaktionspartner darauf auch erwartungsgemäß handeln, zum Beispiel durch Bewunderung, Lob oder Anerkennung. Diese Kopplung zwischen dem übermittelten Bild und einer erwarteten Reaktion, ist eine Manipulation. Der Springer Ratgeber Manipulation und Selbsttäuschung zeigt auf, dass es nicht nur wichtig ist eine Manipulation zu erkennen, sondern entsprechend darauf zu reagieren.

„Manipulation ist nichts Ehrenrühriges, denn wir tun dies alle“, erklärt der Autor Rainer Sachse. „Dieses Buch soll den Leser in die Lage versetzen, Manipulationen zu erkennen und sich dagegen zu wappnen, und zwar auf eine Weise, die Beziehungen nicht belastet“, führt der Verhaltensexperte weiter aus. Als eine Sonderform der Täuschung gilt die Selbsttäuschung. Sie liegt immer dann vor, wenn sich das idealisierte Bild nicht nach außen, sondern nur nach innen richtet. Im Wesentlichen dient die Selbsttäuschung einer „Ruhigstellung“ des Ideal-Selbst oder der Norm und verringert damit negative Gefühle gegenüber sich selbst. Fest steht aber, dass Manipulationen – ob als Täuschung oder als Selbsttäuschung – auch hilfreich sein können, etwa um die eigenen Ziele zu erreichen.

Im Buch Manipulation und Selbsttäuschung erfährt der Leser Strategien zur Manipulation und Gegenstrategien. Es leitet mit einem Kapitel zur allgemeinen Einführung von Manipulation ein und erklärt die wesentlichen Begrifflichkeiten. Auch die Unterschiede zwischen Täuschung, Manipulation und Selbsttäuschung  sind aufgezeigt. Viele Abbildungen lockern nicht nur den Text auf, sondern dienen auch dem besseren Verständnis. Explizite Begriffsdefinitionen und kurze Zusammenfassungen, sowie hervorgehobene Leitsätze verdeutlichen den Inhalt des Buches. Hilfreich sind außerdem hinzugefügte Vermerke am Rand jedes Absatzes.

Das Buch richtet sich an Menschen, die sich für Beziehungen, Kommunikation und Interaktion interessieren. Es hilft nicht nur im zwischenmenschlichen Alltag, sondern leitet auch an, schwierige Interaktionssituationen richtig zu bewältigen. Deswegen ist es auch eine hilfreiche Lektüre für den Psychotherapeuten, Arzt und Berater. Rainer Sachse vermag es in seinem Buch, komplexe psychologische Sachverhalte allgemein verständlich und dennoch humorvoll und einfühlsam darzustellen.

Prof. Dr. Rainer Sachse ist Psychologischer Psychotherapeut, Begründer der „Klärungsorientierten Psychotherapie“ und Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie (IPP) in Bochum. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten Persönlichkeitsstile und Persönlichkeitsstörungen hat er zahlreiche Bücher verfasst. Darunter einige satirische Ratgeber, wie man seine Beziehung, seine Karriere und sein Leben ruiniert.

Rainer Sachse
Manipulation und Selbsttäuschung
Wie gestalte ich mir die Welt so, dass sie mir gefällt: Manipulationen nutzen und abwenden
2014, 126 S., 5 Abb.
Softcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25.00 (CH)
ISBN 978-3-642-54822-2
Auch als eBook verfügbar

Journalisten erhalten auf Anfrage ein Rezensionsexemplar des Ratgebers Manipulation und Selbsttäuschung von uns zugesandt. Darüber hinaus gibt es aber auch die Option, unsere Titel als eBook sofort über einen Online-Zugriff zu nutzen. Dazu müssen Sie sich lediglich einmalig registrieren.

Unser SpringerAlert für Buchrezensenten gibt Ihnen die Möglichkeit, regelmäßig zu unseren Neuerscheinungen informiert zu werden. Auch dafür müssen Sie sich einmalig anmelden und Ihr Interessensprofil eingeben.

Weitere Informationen: www.springer.com/medicine/book/978-3-642-54822-2

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28. August 2014 Die guten ins Töpfchen, die schlechten ...

Jubiläums-Kongress Pflege 2015 von Springer Medizin am 30. und 31. Januar 2015 in Berlin: Qualität bestimmen, sichern, umsetzen | Zu wenig pflegerische Qualitätsindikatoren in Krankenhäusern | Mehr Effizienz bei der Pflegedokumentation

Berlin, 28. August 2014. Krankenhäuser und Patienten benötigen mehr Informationen zur Qualität der pflegerischen Leistungen. Und dafür müssen mehr Qualitätsindikatoren entwickelt werden. Das fordert Karen Pottkämper, Leiterin des Bereichs Gesundheitspolitik am AQUA-Institut, dem unabhängigen 'Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen'. „Gerade in Zeiten von Fallpauschalen und Pflegepersonalabbau sollte besonders auf die Qualitäts­sicherung geachtet werden“, betont die Pflegewissenschaftlerin. Das sieht offensichtlich auch die Bundesregierung so und hat eine Qualitätsoffensive im Gesundheitswesen angekündigt. Qualität in der Pflege bestimmen, sichern und umsetzen – mit diesem Programmpunkt beginnt deshalb auch der Kongress Pflege 2015, der am 30. und 31. Januar 2015 in Berlin das neue Pflegejahr eröffnen wird. Veranstalter ist der Verlag Springer Medizin, der den Kongress zum 20. Mal in Folge ausrichtet.

Im Unterschied zu ambulanten und stationären Altenpflegeeinrichtungen werden Krankenhäuser nicht extern geprüft, sondern sie geben ihre Qualität anhand bestimmter Indikatoren selber an. Weiterer Unterschied: Die Expertenstandards sind nicht für die Krankenhäuser, sondern nur für die Altenpflege rechtlich verbindlich. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses entwickelt das AQUA-Institut Indikatoren auch für Krankenhäuser, um die Qualität zu messen und darzustellen. Das Institut hat knapp 300 empfohlen, die in den jährlichen Qualitätsberichten der Kliniken auftauchen müssen. „Relativ viele Häuser – nämlich 259 von bundesweit rund 2.000 Kliniken – waren letztes Jahr rechnerisch auffällig. Davon haben 44 Häuser beim Qualitätssicherungsverfahren Dekubitusprophylaxe bestimmte Standards unterschritten“, berichtet Pottkämper.

Pflege spiele bei der Qualitätsmessung bisher eine untergeordnete Rolle, so Pottkämper weiter. So sind zurzeit gerade einmal zwei Bereiche für explizite Pflegeindikatoren im Gespräch. „Für die Dekubitusprophylaxe gibt es seit Jahren ein Qualitätssicherungsverfahren und für das Entlassungsmanagement wird ein Konzept erarbeitet, das prüft, ob hier ein QS-Verfahren entwickelt werden kann.“ Der angestrebten Entbürokratisierung wird dabei Rechnung getragen: „Das Verfahren der Dekubituserfassung haben wir sehr vereinfacht“, betont die Pflegewissenschaftlerin. „Dabei sind über eine Millionen Datensätze weggefallen.“

Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation in den Grenzen des rechtlich Zulässigen – auch das wird ein Thema auf dem Kongress Pflege 2015 sein, der den in der Branche etablierten Pflege-Recht-Tag integriert. Weitere Themen sind u.a.: Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und seine Auswirkungen auf die pflegerische Versorgung; verlässliches Ausfallzeitenmanagement; Wenn der Nachtdienst zur Gefahr wird; Kultursensible Gesundheitsversorgung. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier; das Vorprogramm zum Download hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510

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26. August 2014 Fehlzeiten-Report 2014

Generation Y und Babyboomer: Fehlendes Verständnis trotz vieler Gemeinsamkeiten | Der Report ist Ende August unter dem Dach von Springer Medizin erschienen

Berlin, 26. August 2014. Jüngere und ältere Beschäftigte schätzen sich in vielen Hinsichten gegenseitig falsch ein. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage im Fehlzeiten-Report 2014. „Zwischen der Generation Y und den Babyboomern zeigen sich zwar vergleichsweise geringe Unterschiede bei der Bewertung von Lebensbereichen und der Arbeitsorientierung – entgegen der landläufigen Ansicht. Aber sie haben ein falsches Bild voneinander“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und Mitherausgeber. Dass Generationen eng zusammenarbeiten, wird künftig zum Erfolgsfaktor in Unternehmen. Der Fehlzeiten-Report 2014 mit dem Titel „Erfolgreiche Unternehmen von morgen – gesunde Zukunft heute gestalten“, erschienen bei Springer Medizin, beschreibt deshalb unter anderem, wie Betriebe den Herausforderungen der demografischen Entwicklung mit rückläufigem Erwerbspersonenpotenzial bei gleichzeitiger Alterung der Belegschaften erfolgreich begegnen können.

Die Unternehmen sind auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen und immer stärker auch auf ältere Beschäftigte, da das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland zukünftig sinken wird. Während dem Arbeitsmarkt im Jahr 2013 noch ca. 45 Mio. Personen zur Verfügung standen, werden es im Jahr 2030 bereits 5 Mio. Personen weniger sein.

Parallel zu dieser Entwicklung wird der Anteil der Beschäftigten über 50 Jahre immer weiter zunehmen. Seit 1990 ist der Anteil der über 50-Jährigen von 23 Prozent auf heute 31 Prozent angestiegen. Es ist davon auszugehen, dass der Scheitelpunkt in den Jahren 2022/23 mit knapp 37 Prozent erreicht wird, um dann auf vergleichsweise hohem Niveau zu stagnieren. „Die Beschäftigten über 50 Jahre werden zukünftig einen wesentlichen Anteil an den Belegschaften ausmachen“, sagte Schröder. Die Verteilung stellt sich regional, sektoral und nach Berufsgruppen unterschiedlich dar. Besonders geringe Anteile über 50-Jähriger Mitarbeiter finden sich im Bereich Information und Kommunikation (21 Prozent), in der Baubranche (23 Prozent) sowie im Handel (25 Prozent). Dagegen hatten die Betriebe der Öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherung und des Bereichs Bergbau/Energie/Wasserversorgung im Jahr 2011 Anteile Älterer von 38 bzw. 34 Prozent. Der Anstieg war in den letzten zehn Jahren besonders hoch bei den Gesundheitsberufen (+73 Prozent oder +259.200 Beschäftigte ab 50 Jahre), den Elektroberufen (+72 Prozent, bzw. +67.500 Beschäftigte), der Chemie- und Kunststoffbranche (64 Prozent, bzw. 37.800 Beschäftigte) und den Sozial- und Erziehungsberufen (+59 Prozent, bzw. +286.400 Beschäftigte).

Gleichzeitig zeigt der Fehlzeiten-Report aber auch, dass ältere Beschäftigte vergleichsweise viele Fehlzeiten haben. „Jüngere Beschäftigte sind häufiger mit wenigen Tagen krank. Mit zunehmendem Alter nimmt dann zwar die Anzahl der Krankschreibungen ab, aber gleichzeitig steigt deren Dauer. So liegt in der Gruppe der 30- bis 34-Jährigen der Durchschnitt bei 8,6 Fehltagen pro Fall. Bei den 60- bis 64-Jährigen sind dies bereits 21,6 Tage. Dies geht vor allem auf einen Anstieg der Herz-/Kreislauferkrankungen und Muskel-/Skeletterkrankungen zurück“, so Schröder. Obwohl die ältere Erwerbsbevölkerung über 50 Jahre im Jahr 2013 nicht einmal ein Drittel der Belegschaften ausmachte, führten deren gesundheitliche Belastungen zu Fehlzeiten, die rund 46 Prozent der Kosten der ausgefallenen Bruttowertschöpfung verursachten. Dies entspricht einem Verlust der Arbeitsproduktivität von 42,6 Milliarden Euro. Um zu verstehen, wie sich die verschiedenen Generationen im Hinblick auf Arbeitsorientierung und Lebensziele unterscheiden und gegenseitig wahrnehmen, hat das WIdO exemplarisch die Generation Y (die heute 15- bis 30-Jährigen) und die Babyboomer (die heute 50- bis 65-Jährigen) befragt. Die bundesweite repräsentative Telefonbefragung von 2.011 Erwerbstätigen erfolgte Januar bis Februar dieses Jahres. Dabei zeigten sich im Generationenvergleich überraschender Weise vor allem Gemeinsamkeiten. So werden beispielsweise ein sicherer Arbeitsplatz und eine Arbeit, die Spaß macht, von fast allen Angehörigen beider Generationen als wichtig eingeschätzt, genauso wie wertvolle Arbeitsinhalte und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Als weniger wichtig wird hingegen von beiden Generationen gleichermaßen der Bereich Karriere und Prestige wie ein hohes Einkommen und die Ausübung eines angesehenen Berufs beurteilt.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass sich die Generationen trotz der Gemeinsamkeiten gegenseitig falsch einschätzen. So überschätzt die ältere Generation vor allem die Bedeutung von flexiblen Arbeitszeiten, eines hohen Einkommens und von Aufstiegsmöglichkeiten für die Generation Y. Sie unterschätzt dagegen das Bedürfnis der Jüngeren, einen Beruf auszuüben, um anderen helfen zu können oder etwas Nützliches für die Allgemeinheit zu tun, und nach sicheren Arbeitsplätzen. Auch die Jüngeren stecken umgekehrt die Babyboomer in die falsche Schublade: Sie unterschätzen deren Bedürfnis nach einer Arbeit, die Spaß macht, nach Aufstiegsmöglichkeiten, nach Autonomie bei der Arbeit, anderen helfen zu können und nach flexiblen Arbeitszeiten. „Diese Fehleinschätzung könnte einer Zusammenarbeit der Generationen im Wege stehen. Dagegen helfen können altersgemischte Teams und generationengerechtes Führen in den Unternehmen, um Vorurteile abzubauen. Dies würde gleichzeitig auch den dringend nötigen Wissenstransfer der Berufserfahrenen zu den nachrückenden Generationen erhöhen“, erklärte Schröder. Im Fehlzeiten-Report wird auch über den Einsatz von Demografieberatern der AOK berichtet, die im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung die Unternehmen dabei unterstützen. „Für die Betriebe lohnt sich das Engagement, weil sie damit die Produktivität verbessern und ihre Arbeitskräfte an sich binden und damit dem Fachkräftemangel vorbeugen“, sagte Schröder.

Der Fehlzeiten-Report, der wie jedes Jahr auch aktuelle Daten und Analysen zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft enthält, wird vom WIdO in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin publiziert und erscheint unter dem Dach von Springer Medizin. Pressemappe zum Download hier.

Badura, B., Ducki, A., Schröder, H., Klose, J., Meyer, M. (Hrsg.)
Fehlzeiten-Report 2014
Erfolgreiche Unternehmen von morgen - gesunde Zukunft heute gestalten
2014, 589 S., 200 Abb.
Softcover € 54,99 (D) | € 56,53 (A) | sFr 68.50 (CH)
ISBN 978-3-662-43530-4
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5. August 2014 Spiritual Care: Entlastung für Pflegekräfte

Springer Medizin veranstaltet 12. Gesundheitspflege-Kongress am 24. und 25. Oktober in Hamburg: Spiritual Care als Führungsaufgabe | Implementierung am Albertinen-Krankenhaus | Netzwerk Existenzielle Kommunikation und Spiritualität e.V. gegründet 

Berlin | Hamburg, 05. August 2014. Existenzielle Kommunikation und Spiritualität – unter diesem Titel wird am Albertinen-Diakoniewerk in Hamburg ein neues Führungs- und Organisationsmodell praktiziert. „Spiritual Care stellt sich als ein Weg heraus, nicht nur schwerkranke Patienten, sondern auch die Pflegefachkräfte zu entlasten“, sagt Karin Schroeder-Hartwig, Projektleiterin und stellvertretende Pflegedirektorin am Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus. Sie betont, dass die Umsetzung von Spiritual Care eine Führungsaufgabe sei. „Denn Pflegefachkräfte sind mit existenziellen Situationen zunehmend mehr konfrontiert und diese Belastungen sind keine Privatangelegenheit.“ Spiritual Care als eine wiederentdeckte Kultur der Pflege wird ein Thema auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress sein, der am 24. und 25. Oktober in Hamburg stattfindet. Das Albertinen-Diakoniewerk ist ein Kooperationspartner des Kongresses, der von Springer Medizin veranstaltet wird.

„Spiritualität ist dabei nicht mit Religiosität gleichzusetzen, sondern versucht, die Sinnfrage im Krankheits- und Gesundheitsverständnis und -erleben zu erfassen“, so Schroeder-Hartwig weiter. Damit dieser Ansatz mehr Verbreitung findet, hat sie im März dieses Jahres das bundesweite Netzwerk Existenzielle Kommunikation und Spiritualität e.V. (neks) mitgegründet. Doch wie kann bei hoher Arbeitsbelastung Zeit für spirituelle Gespräche gefunden werden? Am Albertinen-Krankenhaus stehen dafür zwei Prozesse zur Verfügung: Bei der ‘existenziellen Fallbesprechung‘ können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer akut-kritischen Situation das Ereignis in einem dafür vorgesehenen Formular aufschreiben und außerdem bei der Projektleitung um ein entlastendes Gespräch oder eine moderierte Teamsitzung bitten. Das zweite Instrument, ‘Ereignisbezogene Unterbrechungskultur‘ genannt, bedeutet zum Beispiel, dass regelmäßig zum Dienstende oder zum Ende der Woche Zeit dafür eingeräumt wird, dass sich das Team über existenzielle Situationen austauschen kann. Schroeder-Hartwig: „Alle Interventionen dauern nicht mehr als zehn Minuten und wir sind selber überrascht, wie positiv sich diese vermeintlich kleinen Änderungen auswirken.“

Neben dem Albertinen-Diakoniewerk sind das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Asklepios Kliniken Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Kooperationspartner des Gesundheitspflege-Kongresses. Schirmherrin ist Cornelia Prüfer-Storcks, Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz sowie Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier, das Vorprogramm zum Download hier.

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17. July 2014 Die ersten Schritte als Führungskraft meistern – Das Coachingbuch für junge Führungskräfte

Ratgeber gibt jungen Führungskräften praktische Tipps und Hilfestellungen auf ihrem Weg zu einer verantwortungsvollen Mitarbeiterführung

Heidelberg, 17. Juli 2014. Mitarbeiter erhalten aufgrund ihrer ausgezeichneten fachlichen Kompetenzen eine Beförderung. Doch oft sind sie für die damit verbundene Übernahme von Personalverantwortung ungenügend vorbereitet. Denn dieser Rollenwechsel vom Mitarbeiter zur Führungskraft bringt unvorhersehbare Herausforderungen auf psychologischer und kommunikativer Ebene mit sich. Für die Menschen, die sich auf ihre neue Führungsrolle umfassend vorbereiten möchten, hat Springer den Ratgeber Führungskraft – und was jetzt? veröffentlicht. Bei der Publikation handelt es sich um eine übersichtliche Orientierungshilfe, die sich auf die wesentlichen Probleme beschränkt. Praxisnah leitet der Ratgeber an, wie der Einstieg in die neue Führungsrolle erfolgreich gelingen kann. Die Autorin Diana von Kopp vertritt die Ansicht, dass es keine geborenen Führungskräfte gibt. „Hätte sich diese Annahme bestätigt, wären viele Chefposten unbesetzt geblieben. Das Gegenteil ist der Fall: Führungsfähigkeiten sind erlernbar.“

Das Buch widmet sich vier großen Bereichen: Selbstführung, Mitarbeiterführung, richtiger Umgang mit Vorgesetzten und den dazu notwendigen Rahmenbedingungen. Bei dieser letzten Themenstellung spielen die Ankunft im Team, das Arbeitsklima und das Privatleben eine wesentliche Rolle. Jedem dieser Themen ist ein Hauptkapitel gewidmet, das mit einem allgemeinen Überblick einleitet und mit einer kurzen Zusammenfassung abschließt. Dabei ist der Ratgeber durch Fallbeispiele, Checklisten und Arbeitsblätter praxisnah. Auch sind typische Fragestellungen aus dem Alltag mit dazugehörigen Vorschlägen und Anregungen zur Lösung eingearbeitet. Die Autorin entwarf die zahlreichen Abbildungen im Ratgeber selbst und lockert damit den Text auf.

Außerdem kommen in einem Serviceteil Vorgesetzte zu Wort, die in Form von Interviews einen kurzen Erfahrungsbericht geben. Dabei bekommt der Leser einen Einblick in die Arbeit etablierter Führungskräfte und erhält nützliche Tipps für den eigenen Start. Alle Interviews sind auch über einen entsprechenden Internetlink als Hörbeitrag im Originalton verfügbar.
Im Geleitwort rät der ehemalige Vorstand der Lufthansa AG Jürgen Raps allen angehenden Führungskräften: „Motivieren Sie – vor allem aber motivieren Sie sich selbst. Als Führungskraft darf man sich nicht zurücklehnen und warten, bis man von irgendjemandem motiviert wird. Wer sich selbst motiviert, motiviert automatisch seine Mitarbeiter.“

Diana von Kopp ist Diplompsychologin mit den Schwerpunkten Wirtschaftspsychologie und Human Ressource Management. Sie ist Dozentin in den Fächern Persönlichkeitspsychologie und angewandte Psychologie. Außerdem trainiert von Kopp gemeinsam mit Kapitänen der Condor Flugdienst GmbH Führungskompetenzen von Piloten.

Diana von Kopp
Führungskraft – und was jetzt?
Vom Kollegen zum Vorgesetzten: Den Rollentausch meistern, Lösungen aus Psychologie und Praxis
2014, 194 S., 40 Abb., mit Online-Extras
Softcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25,00 (CH)
ISBN 978-3-642-41131-1
In Kürze auch als eBook verfügbar

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Pressekontakt: Nora Cremers | Springer Medizin | tel +49 6221 487-8397



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16. July 2014 Gute Medizin für alle – Plädoyer für eine Heilkunst mit sozialem Augenmaß

Springerbuch Klassenmedizin beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen sozialer Ungleichheit | Autor benennt eklatantes Qualitätsdefizit und plädiert für eine soziale Reformation der Medizin  

Heidelberg, 16. Juli 2014. Thomas Jeffersons Declaration of Independence stellt fest, der Mensch sei „frei und gleich geboren“ - eine Prämisse, der unsere gesellschaftliche Realität widerspricht - auch in der Medizin. Soziale Herkunft und Schichtzugehörigkeit entscheiden wesentlich über die Prognose von Gesundheit oder Krankheit eines Menschen. So belegen Statistiken, dass Menschen aus ärmeren Verhältnissen häufiger krank sind und auch früher sterben: bei Männern machen das knapp 11 Jahre aus, die Lebenszeit von Frauen verkürzt sich um rund 8 Jahre. Das kürzlich bei Springer erschienene Buch Klassenmedizin beleuchtet an Hand von Beispielen Ursachen und Be-/Handlungsalternativen. Das Anliegen des Autors ist es, die „verlorene Kunst des Heilens“ in die Medizin zurückholen.

„Mit einer formalen Gleichbehandlung aller Patienten ohne Ansehen der Person ist es dabei nicht getan“, erklärt der Springerautor Bernd Kalvelage und fährt fort: „Vor allem Patienten aus ärmeren Schichten brauchen Ärzte, die ihre Schwächen und Ressourcen wahrnehmen. Eine niedrigschwellige Medizin ist hier notwendig, geprägt durch eine verständliche Sprache und Empathie. Mangelnde Erfahrung der Selbstwirksamkeit, also die fehlende Gewissheit, seine Belange selbst und erfolgreich in die Hand nehmen zu können, ist in den unteren sozialen Schichten der entscheidende soziale Faktor, der das Selbstmanagement von Gesundheit und Krankheit erschwert. Notwendig ist eine Änderung der Perspektive: statt ‚von oben herab‘ sollten alle in der Medizin lernen, auch ‚von unten her‘ zu schauen. So werden wir Lösungen finden und kommen nicht nur Jeffersons Idealen - sondern vor allem einer guten Medizin für alle - näher."

In seinem Buch beschreibt der Mediziner Kalvelage schichtspezifische Unterschiede, zeigt auf, was einen guten Arzt ausmacht, legt vorhandenes abwertendes Hierarchiedenken dem Patienten gegenüber offen und erklärt, wie Patienten mit Migrationshintergrund in der Praxis Selbstmanagement lernen können. Er beschreibt Chronifizierungen im Leben und Kranksein, Abschnitte nur scheinbar unausweichlicher Stagnation, stellt die Solidarität in unserer Gesellschaft auf den Prüfstand und liefert abschließend Thesen zur Reformation der Heilkunst. Zahlreiche Fallbeispiele spiegeln auch problematische Verhaltensweisen von Ärzten wider. Die im Buch angeführten Kasuistiken stammen aus der eigenen Praxis und aus Berichten von Kollegen. Das Buch richtet sich an Entscheider im Gesundheitswesen, Medizinstudenten, medizinische Fachangestellte, in der Pflege Tätige und an alle, die sich mit dem Thema ‚Chancengleichheit in der Medizin' auseinandersetzen möchten.

Dr. med. Bernd Kalvelage ist Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie. Viele Jahre war er in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis tätig. Kalvelage setzt sich für die Belange von Menschen „ohne Papiere“ ein und ist Gründungsmitglied des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte. 2002 war er Mitinitiator und erster Vorsitzender der ‚Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Migranten‘ in der Deutschen Diabetesgesellschaft. Über soziale Herausforderungen in der Medizin hat er zahlreiche Beiträge veröffentlicht.

Bernd Kalvelage
Klassenmedizin - Plädoyer für eine soziale Reformation der Heilkunst
Springer, 2014, 233 Seiten, 1 Abb.
Softcover 34,99 € (D) | 35,97 €  (A) | 44,00 CHF
ISBN 978-3-642-54748-5
Auch als eBook verfügbar

Pressekontakt: Uschi Kidane | Springer Medizin | tel +49 6221 487-8166

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