Linz | Heidelberg, 17. Dezember 2013. Die Forschungsarbeit junger Mediziner zu fördern und zu honorieren, damit neuste Erkenntnisse Eingang in die Praxis finden, ist das Ziel des Springer Awards Gefäßmedizin. Im Jahr 2010 aus der Taufe gehoben, verleiht die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) jährlich gemeinsam mit Springer Medizin den Preis an Nachwuchswissenschaftler dieses Fachbereichs. In diesem Jahr wurde der mit 2.500€ dotierte Award an Dr. Moritz S. Bischoff aus Heidelberg verliehen, der seine Arbeit im Rahmen der DGG-Jahrestagung in Linz vom 4.-7.9.2013 vorstellte. Der Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, welche Operationsmethode für das Vermeiden einer Querschnittlähmung günstiger ist. Dabei wird zwischen zwei Möglichkeiten unterschieden: Wenn das Behandlungsziel durch einen einzigen Eingriff erreicht werden kann, spricht man von einem einzeitigen Eingriff, kann das Behandlungsziel erst nach zwei Sitzungen erreicht werden, liegt eine zweizeitige Operation vor.

Im Zentrum der Studie steht die Betrachtung der Folgen einer einzeitigen offen-chirurgischen Verbindung (Ligatur) aller den Bauchraum betreffenden  Segmentaterien  mit nachfolgender Aortenreperatur innerhalb eines Gefäßes, die das Herz betreffen (TEVAR). Diese werden einem zweizeitigen Vorgehen, bei dem zwischen Ligatur und TEVAR mindestens 7 Tage liegen, gegenüber gestellt. Durchgeführt wurde die Studie bei Yorkshire-Schweinen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das zweizeitige Verfahren eine wertvolle Strategie zur Verhinderung der spinalen Ischämie (SI) im Kontext einer Arterienerweiterung im Bauchraum ist. Für die Praxis ergibt sich daraus, dass die gezielte und konsequente Ausnutzung der zur Verfügung stehenden  Instrumente, die die Wirbelsäule schützen, es möglich erscheinen lassen, das Auftreten einer SI im Rahmen der Aortenchirurgie künftig weiter zu minimieren. Weitere Einzelheiten können ausführlich im Artikel „Das zweizeitige Vorgehen als Strategie zur Reduktion der spinalen Ischämie bei der Ausschaltung thorakoabdomineller Aortenaneurysmen. Vom Modell in die Klinik“ nachgelesen werden, der in der kommenden Ausgabe der Springer Medizin Fachzeitschrift Gefässchirurgie am 21.12.2013 erscheinen wird.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 40 können ein Manuskript mit einem Übersichtsbeitrag zu einer eigenen experimentellen Arbeit für die Teilnahme am Springer Award Gefäßmedizin einreichen und stellen diese auf der Jahrestagung der DGG vor. Bei der Auswahl des Siegerbeitrags spielt besonders die Verbindung von experimentellen Ergebnisse und deren klinische Anwendung eine Rolle. Die Jury, besteht aus dem Herausgebergremium unter der Leitung der Schriftleitung der Gefässchirurgie, Professor Dr. Hans-Hennig Eckstein, Interdisziplinäres Zentrum für Gefäßerkrankungen, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Stellvertretend für Dr. Bischoff nahm Frau Dr. Carola Wieker den Preis entgegen.

Der Artikel kann Journalisten vorab kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

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