Die Porträts aller Kandidaten
BJÖRN SCHULZ Stiftung
Die Björn Schulz Stiftung mit Sitz in Berlin wurde 1996 von Barbara und Jürgen Schulz gegründet. Namensgeber war ihr Sohn Björn, der 1982 an Leukämie starb. Die Stiftung unterstützt bundesweit Familien mit schwerstkranken und unheilbar erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 35 Jahre. 2002 eröffnete die Stiftung in Berlin das Kinderhospiz "Sonnenhof". Neben zwölf Patienten haben auch Familienangehörige oder Freunde hier Platz. In der angegliederten Akademie werden jährlich über 100 Hospizhelfer ausgebildet. Die Stiftung betreibt zwei Nachsorgehäuser auf Sylt und am Chiemsee. Sie hat nur wenige Verwaltungsmitarbeiter, beschäftigt 25 Pflegekräfte und mehr als 300 ehrenamtliche Helfer in ganz Deutschland.
"Taube Kinder lernen hören!" Gesellschaft zur Förderung des Implant Centrums Freiburg e.V.
Cochlear-Implantate ermöglichen tauben Kindern das Hören und damit auch das Sprechen. Über diese erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit informiert der Förderverein "Taube Kinder lernen hören" durch Öffentlichkeitsarbeit und bei Veranstaltungen. Der Verein, der vor 15 Jahren gegründet wurde und heute etwa 100 Mitglieder hat, unterstützt durch Mitgliedsbeiträge und gesammelte Spenden Ausbau und Ausstattung des Implant Centrums der Universitäts-HNO-Klinik Freiburg. Jährlich werden hier 250 Patienten, meist Kinder, mit Cochlear-Implantaten versorgt. Damit ist sogar bei gänzlich taub geborenen Kindern eine weitgehend normale Sprachentwicklung möglich. Das Centrum übernimmt auch die notwendige, meist lebenslange, Nachbetreuung, da Implantate regelmäßig angepasst werden müssen. Weitere Ziele von "Taube Kinder lernen hören" sind die finanzielle Unterstützung der Forschung und der technischen Entwicklung.
www.taube-kinder-lernen-hoeren.de
NCL-Stiftung (National Contest for Life)
Die gemeinnützige 2002 gegründete NCL-Stiftung steht für Neuronale Lipofuszinose, eine seltene erbliche und unheilbare Stoffwechselerkrankung von Kindern. NCL steht aber auch für das Leitbild, das sich die Stiftung gegeben hat: "National Contest for Life". Gegründet wurde die Stiftung von Dr. Frank Husemann, bei dessen Sohn Tim 2001 im Alter von sechs Jahren NCL diagnostiziert worden war. Zweck der NCL-Stiftung ist es, gegen diese Krankheit mit gezielter Forschungsarbeit anzukämpfen. Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftungstätigkeit liegt in der Aufklärung von Ärzten, betroffenen Eltern, Schülern und der Öffentlichkeit.
Special Olympics Deutschland e.V.
Die Sportorganisation Special Olympics versteht sich als Alltagsbewegung mit einem medizinischen Angebot für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. 1968 wurde Special Olympics in den USA gegründet, vor 20 Jahren kam die Bewegung nach Deutschland. Special Olympics Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich aus Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Bei den Wettbewerben werden Sportler auch medizinisch untersucht, betreut und beraten. Seit 2004 gibt es das Programm Healthy Athletes. Etwa 2000 Ärzte, Zahnärzte, Angehörige anderer medizinischer Fachberufe arbeiten ehrenamtlich mit. Bislang gibt es keine öffentliche Förderung des Gesundheitsprogramms Healthy Athletes.
Kinderhaus AtemReich
Das Kinderhaus AtemReich bietet künstlich beatmeten Kindern seit April 2006 ein familienähnliches Zuhause, das neben der Pflege auch die Förderung in den Vordergrund stellt. Träger der Münchner Einrichtung ist die Gemeinnützige Gesellschaft Atemreich GmbH. Das Haus nimmt bis zu zwölf Kinder auf, drei zusätzliche Plätze sind für "Ferienkinder" vorgesehen. AtemReich steht intensivpflegebedürftigen Kindern ab der achten Lebenswoche bis zur Vollendung des Grundschulalters offen. Als Modellprojekt werden die laufenden Kosten über eine Finanzierung der Kranken- und Pflegekassen sowie des Bezirks Oberbayern getragen, zusätzliche Kosten werden aus Spenden finanziert.
Power-Child e.V.
Der gemeinnützige Verein Power-Child mit Sitz in München wurde 2002 auf Initiative des Marketingfachmanns Martin J. Krug gegründet. In den vergangenen neun Jahren hat der Verein ein bundesweites Präventionsnetzwerk zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt geknüpft. Power-Child hat mehrere Theaterstücke konzipiert, die in Kindergärten und Grundschulen aufgeführt werden und Kinder in ihrem Selbstbewusstsein stärken sollen, damit sie sich besser vor Übergriffen schützen können. Mit dem "Power-Child Mobil" leitet der Verein Kinder und Jugendliche auf Festivals an, wie sie sich in heiklen Situationen verhalten sollen.
Stiftung Fürs Leben. Für Organspende
Die Stiftung Fürs Leben ist 2009 aus der Initiative "Fürs Leben. Für Organspende" hervorgegangen und steht unter Treuhandschaft der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Hauptziel der Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main ist es, durch Aufklärung und Information die Organspendebereitschaft innerhalb der Bevölkerung zu erhöhen. Durch breit angelegte, auf emotionale Wirkung zielende Kampagnen will die Stiftung Fürs Leben Vorurteile und Ängste abbauen, die potenzielle Organspender daran hindern, einen entsprechenden Ausweis auszufüllen. Auf der Internetseite der Stiftung werben so genannte Botschafter fürs Leben - Empfänger von Organen und Prominente - für eine aktive Entscheidung. Über diese Seite werden pro Jahr 8000 Ausweise bestellt.
Jenny De la Torre-Stiftung
Die Jenny De la Torre-Stiftung wurde 2002 von der in Peru geborenen Obdachlosenärztin Dr. Jenny De la Torre Castro gegründet. Die Stiftung ist Trägerin des 2006 eröffneten "Gesundheitszentrums für Obdachlose" in Berlin. Hier werden täglich 40 bis 60 Bedürftige betreut. Medizinische Hilfe finden sie in einer Allgemeinarzt-, Augenarzt- und Zahnarztpraxis, zudem erteilen Anwälte, eine Sozialarbeiterin und eine Psychologin juristische, soziale und psychologische Beratung. Schließlich stehen für Obdachlose im Gesundheitszentrum auch noch eine Kleiderkammer, eine Suppenküche und Duschmöglichkeiten bereit. Acht festangestellte und 20 ehrenamtliche Mitarbeiter sind im Gesundheitszentrum tätig.
"Was hab' ich?" / washabich.de
Die Initiative "Was hab‘ ich?" wurde Mitte Januar 2011 von den beiden Dresdener Medizinstudenten Johannes Bittner und Anja Kersten sowie von dem Trierer Diplom-Informatiker Ansgar Jonietz ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie von 125 Medizinstudenten höherer Semester, neun Ärzten und zwei Psychologen. Die Mitarbeiter übersetzen komplizierte medizinische Befunde in eine leicht verständliche Sprache. Dazu zählen beispielsweise CT-, MRT- oder Röntgenbefunde, Laboranalysen sowie Befunde aus einer klinischen Ambulanz. Patienten, die auf dem Online-Portal Hilfe suchen, erhalten meist innerhalb von 24 Stunden eine Antwort, die sie passwortgeschützt abrufen können. Die Betreiber sichern dabei Anonymität und verlässlichen Datenschutz zu.
Stiftung Leben mit Krebs
Die Stiftung "Leben mit Krebs" wurde von Professor Elke Jäger gemeinsam mit Klaus Schrott ins Leben gerufen. Sie ist Chefärztin der Krebsstation des Frankfurter Nordwestklinikums. Selbst begeisterte Ruderin, organisierte sie 2005 erstmals eine Benefizregatta "Rudern gegen Krebs", um den Aufbau eines Sportprogramms für ihre Patienten finanzieren zu können. Ermutigt vom Erfolg der Regatta entschloss sie sich, eine Stiftung zu gründen. Sie soll Netzwerke und therapieunterstützende Projekte für Krebspatienten erforschen, fördern und umsetzen. Ziel der von der Stiftung unterstützten Maßnahmen ist es letztlich, die Lebensqualität von Erkrankten entscheidend zu verbessern..
www.stiftung-leben-mit-krebs.de
Hier erhalten Sie weitere Informationen über die 10 Kandidaten.






