Die Porträts aller Kandidaten
Allianz chronisch seltener Erkrankungen (ACHSE)
Die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen, kurz ACHSE, wurde 2004 gegründet. Ihr gehören derzeit 89 Patientenorganisationen an. Das Netzwerk bündelt Ressourcen und verschafft den Patienten mit seltenen Erkrankungen Gehör. ACHSE will darüber hinaus das Wissen über seltene Erkrankungen vergrößern und fördert daher beispielsweise den Austausch mit Spezialisten, die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pharma-Industrie und Selbsthilfe sowie die Erforschung von Orphan Diseases und Orphan Drugs. Betroffene erhalten über ein Service-Telefon Rat, Hilfen und Adressen, die sie bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützen sollen.
Jugendhospiz Balthasar
Anfang 2009 hat das Jugendhospiz Balthasar in Olpe schwerst erkrankten Jugendlichen sowie ihren Familien und Freunden erstmals die Türen geöffnet. Träger der bundesweit ersten Einrichtung dieser Art ist die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH. Vier 16- bis 25-jährige Patienten und drei Begleitpersonen können gleichzeitig im Haus aufgenommen werden. Das Hospiz steht den Jugendlichen jeweils für insgesamt vier Wochen offen. In der letzten Lebensphase ist die Aufenthaltsdauer aber nicht beschränkt. Das Jugendhospiz Balthasar und das gleichnamige Kinderhospiz beschäftigen zusammen 40 Mitarbeiter.
Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V.
In Deutschland wird jedes zehnte Kind zu früh geboren. 60 000 Frühchen jährlich müssen auf der Intensivstation behandelt werden - eine höchst belastende Zeit für die Eltern. Hier bietet der Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V. Hilfe an. Zu der Dachorganisation haben sich 1992 über 80 Elterninitiativen und Fördervereine zusammengeschlossen. Der Bundesverband unterhält ein Netzwerk an Selbsthilfe-Initiativen. Der Verband setzt sich für die bessere Versorgung Frühgeborener ein und ist Ansprechpartner für Politik und Kassen.
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS)
Die 1991 ins Leben gerufene Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist mit knapp 2,2 Millionen registrierten potenziellen Spendern die größte Stammzellspenderdatei der Welt. In den vergangenen 19 Jahren konnte man mehr als 21 000 Transplantationen von Stammzellen vermitteln. Die DKMS beschäftigt an ihrem Stammsitz in Tübingen und ihren Nebensitzen in Köln und Hövelhof 180 Mitarbeiter und kann bundesweit auf die Hilfe von 15 000 ehrenamtlichen Helfern bauen. Bei den von ihr organisierten Typisierungsaktionen werden jedes Jahr etwa 120 000 neue potenzielle Stammzellspender gewonnen.
Die Grünen Damen im Marienkrankenhaus
Seit 1984 engagieren sich ehrenamtlich tätige Helfer am Hamburger Marienkrankenhaus für die Belange der Patienten. Die "Grünen Damen und Herren" führen mit ihnen Gespräche, begleiten sie auf Spaziergänge, helfen ihnen bei der Korrespondenz und lesen ihnen Bücher vor. Einige der 60 Helfer haben bei der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V. eine Zusatzqualifikation erworben, um den besonderen Bedürfnissen von Demenzpatienten gerecht zu werden. Die Lotsen begleiten den Patienten zu Untersuchungen und sollen Ansprechpartner für Angehörige sein.
Michael Stich Stiftung
Die 1994 vom ehemaligen Tennisprofi Michael Stich gegründete Stiftung setzt sich für Kinder ein, die HIV-infiziert, von HIV betroffen oder an Aids erkrankt sind. Neben der Direkthilfe für Betroffene, beispielsweise Babynahrung, Kleidung, Ausstattung, Unterricht, Ferien oder Klassenfahrten, finanziert die Stiftung auch Stellen für Ärzte, Schwestern, Therapeuten oder Sozialpädagogen. Darüber hinaus hat sich die Stiftung seit 2006 auch zur Aufgabe gemacht, die Aufklärung und Prävention im Bereich HIV und Aids mit eigenen Anzeigenkampagnen und TV-Spots mitzugestalten. Die Michael Stich Stiftung finanziert sich ausschließlich durch Spenden.
Münchner Straßenambulanz
In München leben etwa 600 Menschen auf der Straße. Trotz akuter und chronischer Krankheiten nehmen sie keine medizinische Hilfe in Anspruch. Die Münchner Straßenambulanz sucht diese Menschen mit einer rollenden Arztpraxis direkt auf und bietet ihnen mehrmals in der Woche niedrigschwellig und kostenlos medizinische und pflegerische Hilfe. Das erfolgreiche Hilfsprojekt wurde im Jahr 1997 gemeinsam vom Katholischen Männerfürsorgeverein München, der Bayerischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder und der Münchner Arztpraxis für Wohnungslose gestartet.
www.barmherzige.de
www.obdachlosenhilfe.de
Seniorenkonzept der Stadt Rödental
Die 14 000 Einwohner zählende Stadt Rödental hat ein Gesamtkonzept entwickelt, um ihren alten und hochbetagten Bürgern so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu wurden im Zentrum der Stadt Stolperfallen beseitigt oder markiert, Bänke aufgestellt, sich selbst öffnende Türen installiert, Ruhezonen geschaffen sowie für leichtere Ein- und Ausstiege in den Stadtbus gesorgt. Darüber hinaus hat Rödental senioren- gerechte Wohnungen initiiert, Nachbarschaftshilfen organisiert und ehrenamtliche Helfer geschult, die hochbetagte Bürger daheim besuchen, um mit ihnen Kraftübungen zu absolvieren und ihren Gesundheitszustand zu kontrollieren.
Stiftung Kinderherz
Vorstand Sylvia Paul gründete die Stiftung Kinderherz vor über zehn Jahren, nachdem sie zum ersten Mal eine Intensivstation für herzkranke Kinder besucht hatte. Sie war fasziniert, wie bereits Neugeborene am Herzen operiert werden. Doch gleichzeitig war ihr bewusst, dass die Kinder nur überleben konnten, weil ihre Ärzte über eine moderne medizinische Ausstattung verfügten. Da wichtige wissenschaftliche Projekte zur Erforschung von Herzkrankheiten häufig nur mit Spendengeldern finanziert werden können, rief sie die Stiftung ins Leben. Paul setzt sich gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen dafür ein, dass Kinder mit Herzfehlern medizinisch optimal versorgt werden.
Stiftung Leben pur
Die Stiftung Leben pur, 2005 vom Landesverband Bayern für körper- und mehrfachbehinderte Menschen ins Leben gerufen, vertritt die Anliegen von Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen. Ihr Engagement zielt sowohl auf die öffentliche Wahrnehmung als auch auf die wissenschaftliche Forschung, beides mit dem Ziel, die gesellschaftliche Integration von schwerstbehinderten Menschen zu stärken. Betroffene, Angehörige, Betreuer und Fachkräfte erhalten über die Stiftung eine Plattform, um ihre Erfahrungen auszutauschen sowie Informationen zu allen Bereichen des täglichen Lebens mit einer Schwerstbehinderung zu erhalten.
Hier erhalten Sie weitere Informationen über die 10 Kandidaten.






