Berlin | Hamburg, 05. August 2014. Existenzielle Kommunikation und Spiritualität – unter diesem Titel wird am Albertinen-Diakoniewerk in Hamburg ein neues Führungs- und Organisationsmodell praktiziert. „Spiritual Care stellt sich als ein Weg heraus, nicht nur schwerkranke Patienten, sondern auch die Pflegefachkräfte zu entlasten“, sagt Karin Schroeder-Hartwig, Projektleiterin und stellvertretende Pflegedirektorin am Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus. Sie betont, dass die Umsetzung von Spiritual Care eine Führungsaufgabe sei. „Denn Pflegefachkräfte sind mit existenziellen Situationen zunehmend mehr konfrontiert und diese Belastungen sind keine Privatangelegenheit.“ Spiritual Care als eine wiederentdeckte Kultur der Pflege wird ein Thema auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress sein, der am 24. und 25. Oktober in Hamburg stattfindet. Das Albertinen-Diakoniewerk ist ein Kooperationspartner des Kongresses, der von Springer Medizin veranstaltet wird.

„Spiritualität ist dabei nicht mit Religiosität gleichzusetzen, sondern versucht, die Sinnfrage im Krankheits- und Gesundheitsverständnis und -erleben zu erfassen“, so Schroeder-Hartwig weiter. Damit dieser Ansatz mehr Verbreitung findet, hat sie im März dieses Jahres das bundesweite Netzwerk Existenzielle Kommunikation und Spiritualität e.V. (neks) mitgegründet. Doch wie kann bei hoher Arbeitsbelastung Zeit für spirituelle Gespräche gefunden werden? Am Albertinen-Krankenhaus stehen dafür zwei Prozesse zur Verfügung: Bei der ‘existenziellen Fallbesprechung‘ können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer akut-kritischen Situation das Ereignis in einem dafür vorgesehenen Formular aufschreiben und außerdem bei der Projektleitung um ein entlastendes Gespräch oder eine moderierte Teamsitzung bitten. Das zweite Instrument, ‘Ereignisbezogene Unterbrechungskultur‘ genannt, bedeutet zum Beispiel, dass regelmäßig zum Dienstende oder zum Ende der Woche Zeit dafür eingeräumt wird, dass sich das Team über existenzielle Situationen austauschen kann. Schroeder-Hartwig: „Alle Interventionen dauern nicht mehr als zehn Minuten und wir sind selber überrascht, wie positiv sich diese vermeintlich kleinen Änderungen auswirken.“

Neben dem Albertinen-Diakoniewerk sind das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Asklepios Kliniken Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Kooperationspartner des Gesundheitspflege-Kongresses. Schirmherrin ist Cornelia Prüfer-Storcks, Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz sowie Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier, das Vorprogramm zum Download hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510

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