Berlin | Hamburg, 12. Juni 2014. Im Krankenhaus wird oft improvisiert – statt in strukturierten Prozessen zu arbeiten. Das bemängelt Prof. Heinz Lohmann, Unternehmensberater für die Gesundheitswirtschaft in Hamburg. Auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress, der von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe veranstaltet wird, stellt er seine provozierenden Thesen vor, wie gute Pflege zu bezahlbaren Preisen mit weniger Personal zukünftig machbar sein wird. „Nicht schneller, sondern anders arbeiten“, so lautet seine Antwort. Das heißt für ihn: strukturierte Behandlungsprozesse aufbauen und in moderne Informationstechnologie investieren. So könne beispielsweise die Dienstplangestaltung oder die Bestellung von Ersatzteilen automatisch erfolgen. „Kliniken müssen von Handbetrieb auf Automatik umstellen“, erklärt der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler.

Mangelnde Modernität könne nicht durch mehr Personal ausgeglichen werden, führt Lohmann weiter aus. „Pflegekräfte und Ärzte verplempern einen Teil ihrer Arbeitszeit mit Logistik- und Dokumentationstätigkeiten, die in anderen Branchen von der Technik erledigt werden.“ Für Lohmann ein Argument gegen eine Pflegepersonalregelung. Pflegeverantwortliche sollten statt einer Quotierung des Pflegepersonals moderne Betriebsabläufe vorantreiben und Ängste vor einer Technisierung ablegen: „Es geht nicht darum, die Pflege zu technisieren, sondern Ärzte und Pflegende von therapiefernen Tätigkeiten freizustellen, damit sie wieder mehr Zeit für die Patienten haben“, betont Lohmann. Innovative Pflege könne die Wertschöpfung steigern und müsse sich um Wertschätzung nicht sorgen.

Pflegefachkräfte aller Versorgungsbereiche, Pflegemanager und Pflegedirektoren sowie Lehrende und Studierende aus dem Pflegebereich sind eingeladen, sich auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress über die aktuelle Entwicklungen in der Pflege zu informieren und sich auszutauschen. Patientensicherheit, Überleitungspflege, Bewegungskonzepte in der Praxis sind unter anderem weitere Schwerpunkte auf dem Kongress. Schirmherrin ist Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, die in diesem Jahr den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz übernommen hat. Mehr Informationen zu dem Pflegegipfel im Norden finden Sie hier, den Flyer zum Download hier.

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