Hamburg | Berlin, 19. November 2013. Recht und Ethik in der Organspende – auch brisante Themen standen auf dem Programm des 11. Gesundheits­pflege-Kongresses, der am Wochenende in Hamburg zu Ende gegangen ist. Bei einem möglichen Organspender dient das Gespräch mit den Angehörigen dazu, den geäußerten oder mutmaßlichen Willen des Verstorbenen zu ermitteln. „Diese schwierigen Gespräche müssen die Ärzte führen – aber wir empfehlen, möglichst immer die betreuende Pflegefachkraft mit hinzuziehen“, sagte Bettina Eggers, Koordinatorin der Region Nord bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Um Ärzte und Pflegekräfte zu entlasten, bietet die DSO an, mit ihren ansässigen Koordinatoren an diesen Gesprächen teilzunehmen. „Spätestens innerhalb von ein bis zwei Stunden können wir vor Ort sein“, so Eggers. Unabdingbar sei eine ruhige Atmosphäre in einem geschützten Raum sowie ausreichend Zeit für eine stabile Entscheidung – für oder gegen die Organspende –, ergänzt die DSO-Koordinatorin. Sie betont, dass es dabei nicht um den Willen der Klinik, der Angehörigen oder der DSO-Mitarbeiterin geht, sondern ausschließlich um den des verstorbenen Patienten. „Wir führen diese Gespräche selbstverständlich immer ergebnisoffen.“ Klinikärzte und leitende Pflegekräfte können sich in Inhouse-Seminaren der DSO unter dem Titel ‚Entscheidungsbegleitung für Angehörige‘ (EfA) schulen lassen. Intensivmedizinische Aspekte der Organspende sowie Erfahrungen einer Pflegefachkraft auf einer Transplantationsstation rundeten den Programmteil ab.

Mit elf Programmteilen – darunter dem HeilberufeSCIENCE-Symposium –, zehn Workshops und 85 Referentinnen und Referenten war der Kongress in diesem Jahr so umfangreich wie noch nie seit den elf Jahren seines Bestehens. Über 800 Pflegemanager, Pflegewissenschaftler und Pflegefachkräfte aller Versorgungsbereiche haben am 11. Gesundheitspflege-Kongress teilgenommen, der von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe ausgerichtet wurde. Zusätzlich kamen 500 Auszubildende zum Schülerkongress, traditionell Teil des Gesundheitspflege-Kongresses.

Kooperationspartner waren auch in diesem Jahr wieder die Asklepios-Kliniken Hamburg, die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). Als neue Partner konnten das Albertinen-Diakoniewerk sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg gewonnen werden. Der nächste Gesundheitspflege-Kongress wird am 24. und 25. Oktober 2014 wieder in Hamburg stattfinden. Weitere Informationen zu den Pflege-Kongressen von Springer Medizin finden Sie hier.

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