Hamburg | Berlin, 11. November 2013. Studierte Pflegekräfte sind meistens in Management oder Lehre tätig – fern vom Bett des Patienten. Anders dagegen bei der akademischen Ausbildung in Advanced Nursing Practice (ANP): Fachliche Spezialisierungen und eine evidenzbasierte Pflege kommen direkt den Patienten zugute. „Insbesondere für Patienten mit chronischen oder komplexen Erkrankungen übernehmen die Advanced Nurse Practicioners die Steuerung des Versorgungsprozesses und helfen den Patienten dabei, die Krankheit in den Alltag zu integrieren“, berichtet Uta Gaidys, Professorin für Pflegewissenschaft an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), einer der Kooperationspartner des 11. Gesundheitspflege-Kongresses. Die Zukunft der studierten Pflegekraft wird einer der Schwerpunkte des von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe ausgerichteten Kongresses sein, der am kommenden Freitag in Hamburg beginnt.

Der Studiengang an der HAW ist einer der wenigen zu Advanced Nursing Practice in Deutschland – in den angelsächsischen Ländern, Skandinavien, den Niederlanden und der Schweiz dagegen ist ANP bereits etabliert. Eine OECD-Studie, die Erfahrungen aus zwölf Staaten evaluiert hat, zeigte, dass der Einsatz von diesen Pflegeexpertinnen den Zugang zu den Leistungen des Gesundheitsdienstes verbessert und Wartezeiten verringert, während die Qualität im Vergleich zu ärztlich erbrachten Leistungen gleichbleibt. Oder sich sogar verbessert, wie das Beispiel Weaning – also die Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät – nahelegt: „Studien belegen, dass sich die Zeit der Be-atmung verkürzt, die Pneumonierate sinkt und sich die Liegedauer verkürzt, wenn das Weaning in pflegerischer Verantwortung liegt“, so Gaidys.

Auf dem 11. Gesundheitspflegekongress steht noch mehr Pflegewissenschaft auf dem Programm: In einer Science Slam stellen junge Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler ihre Projekte möglichst unterhaltsam vor, die beste Präsentation wird vom Publikum ausgewählt. Weitere Studien und Praxisprojekte präsentieren Wissenschaftler auf dem 4. HeilberufeSCIENCE-Symposium, begleitet von einer Posterausstellung zu 20 Arbeiten aus den Bereichen Pflegemanagement, -pädagogik und -wissenschaft, Public Health, Gerontologie und Altenhilfe. Die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein, die Asklepios Kliniken Hamburg, das Albertinen-Diakoniewerk sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sind weitere Kooperationspartner des Kongresses. Das Kongressprogramm zum Download finden Sie hier, weiterführende Informationen hier.

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Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510

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