Hamburg | Berlin, 24. September 2013. Etwa 10 bis 20 Prozent der Patienten, die in ein Krankenhaus eingeliefert werden, sind an einer Demenz erkrankt. Und es werden immer mehr. Doch die Behandlung demenzieller Erkrankungen gehört nicht unbedingt zu den Schwerpunkten eines somatisch ausgerichteten Akutkrankenhauses. Pflegekräfte, aber auch Ärzte und andere Gesundheitsberufe sind oft wenig vertraut im Umgang mit herausforderndem Verhalten und anderen demenzspezifischen Verhaltensweisen. „Wenn die Kliniken nicht angemessen reagieren, drohen unter anderem verlängerte Liegezeiten und Drehtüreffekte“, berichtet Axel Techam, Pflegedirektor der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg. Wie können Kliniken die Herausforderung, die die Nebendiagnose Demenz mit sich bringt, bewältigen? Auf dem 11. Gesundheitspflege-Kongress, der am 15. und 16. November in Hamburg stattfindet, werden demenzsensible Konzepte für das Akutkrankenhaus vorgestellt.

Die Asklepios Klinik Barmbek, einer der Kooperationspartner des Kongresses, hat bereits einige Maßnahmen umgesetzt. Inzwischen arbeitet auf jeder Station eine speziell qualifizierte Pflegekraft als Demenzexpertin oder Demenzexperte. „Unser Ziel ist es, dass es zukünftig in jedem Team mindestens zwei Pflegende mit dieser Spezialisierung gibt und dass flächendeckend alle Mitarbeiter im Krankenhaus ­– Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Servicekräfte, Sekretärinnen bis hin zu den Ehrenamtlichen – eine Grundlagen-Schulung durchlaufen“, sagt Pflegedirektor Techam. Noch in diesem Jahr werden ein oder zwei Modellstationen für demenzkranke Patienten an der Asklepios Klinik Barmbek eingerichtet. Farbliche Markierungen des Sanitärbereichs etwa sollen dort der räumlichen Orientierung dienen.

Neben den Asklepios Kliniken Hamburg sind die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weitere Kooperationspartner des 11. Gesundheitspflege-Kongresses, der von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe ausgerichtet wird. Als neue Partner konnten das Albertinen-Diakoniewerk sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg gewonnen werden. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier

Pressekontakt: Uschi Kidane | Springer Medizin | tel. +49 6221 487-8166

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510