Wiesbaden | Heidelberg, 18.12.2012. Die Forschung in der Gefässmedizin voranzutreiben, neue Erkenntnisse zu erlangen um diese in der Praxis zu nutzen, ist das Anliegen von Wissenschaftlern. Um junge Forscher anzuspornen und zu unterstützen, verleiht die Deutsche Gesellschaft für Gefässchirurgie (DGG) in Kooperation mit Springer Medizin seit 2010 jedes Jahr den Springer Award Gefässmedizin an Nachwuchswissenschaftler in diesem Bereich. Die Auszeichnung ist mit 2.500€ dotiert und geht in diesem Jahr an Frau Dr. Wilma Schierling aus der Frankfurter Arbeitsgruppe um Dr. Thomas Schmitz-Rixen, die ihre Arbeit anlässlich der Jahrestagung der DGG in Wiesbaden vorstellte. Sie befasste sich mit der Entwicklung der zerebralen Arteriogenese am Kleintiermodell. Eine zusammenfassende Darstellung erscheint in Ausgabe 8 von Gefässchirurgie –Zeitschrift für vaskuläre und endovaskuläre Medizin am 21.12.2012 bei Springer Medizin.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen Schierlings steht der Einfluss der Schubspannung auf die zerebrale Arteriogenese. Verglichen werden zudem das genetische Expressionsprofil und die Möglichkeit der pharmakologischen Beeinflussung mit den bisherigen Erkenntnissen aus der Peripherie. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Schubspannung neben der peripheren auch für die zerebrale Arteriogenese als treibende Kraft von Bedeutung ist. Für die Praxis heißt das, dass der schubspannungssensitive, endothelial exprimierte Kanal „Trpv4“ als Kandidat für neue therapeutische Strategien interessant erscheinen könnte (beispielsweise im Bereich Schlaganfall). Dies sowie weitere Beobachtungen können ausführlich im Artikel „Zerebrale Arteriogenese – Review und Update“ nachgelesen werden, der in der kommenden Ausgabe von Gefässchirurgie am 21.12.2012 erscheint.

Um sich für den Springer Award Gefässmedizin zu bewerben, reichen die Wissenschaftler ein Manuskript mit einem Übersichtsbeitrag zu einer eigenen experimentellen Arbeit ein und stellen ihre Arbeiten auf der Jahrestagung der DGG vor. Die Altersgrenze liegt bei 40 Jahren. Die Jury, die den Gewinner kürt, besteht aus dem Editorial Board und dem Herausgebergremium unter der Leitung der Schriftleitung der Gefässchirurgie, Professor Eike Sebastian Debus, Direktor der Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin Hamburg. Besonderes Augenmerk wird bei der Auswahl auf die Verbindung von experimentellen Ergebnissen und deren klinische Anwendung gelegt.

Der Artikel kann Journalisten vorab kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

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