Berlin | Heidelberg, 06. November 2012. Die Geburt eines Kindes ist einer der wichtigsten Momente im Leben. Für die glücklichen Eltern bedeutet es, ihr Neugeborenes gesund und munter auf der Welt willkommen zu heißen. Doch was, wenn der Säugling krank ist? Um die bestmögliche medizinische Versorgung zu garantieren, ist oft die Verlegung in ein anderes Krankenhaus notwendig. Ein erfahrenes Team begleitet den kleinen Patienten dorthin, aber ist der Transport in Inkubatoren wirklich sicher? Welche Gefahren lauern im Rettungswagen speziell für den Neugeborenen? Und was passiert mit dem Kind, wenn der Fahrer eine Vollbremsung machen muss? Diesen höchst brisanten Fragen gehen Gernot Rücker et al. in ihrer Studie „Vergleich der Krafteinwirkung auf Säuglingsdummies in Transportinkubatoren bei Vollbremsung in verschiedenen Rettungswagen“ nach, die in diesen Tagen in 'Notfall + Rettungsmedizin' bei Springer Medizin veröffentlicht wird.

Drei verschiedene Typen von Rettungsfahrzeugen mit jeweils unterschiedlichen Ausstattungen wurden getestet. In den Transportinkubatoren befand sich ein eigens für diese Studie von der Universitätsmedizin Rostock entwickelter Säuglingsdummy. Dieser lag, wie es in der Praxis üblich ist, lose auf der Unterlage des Inkubators. Das Ziel war, zu untersuchen, was geschieht, wenn der Krankenwagen während des Transportes bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h eine Vollbremsung leisten muss. Eine Messung der Bremskräfte als auch der Bewegung des Säuglingsdummies ergab ein schockierendes Ergebnis: Die bereits angeschlagenen kleinen Patienten sind Kräften von bis zu 10 G ausgesetzt. Dies übersteigt bei weitem diejenigen Kräfte, die ein Erwachsener auf eine Highspeed-Achterbahn erfährt. Die Auswirkungen für das Baby gehen über Hirnblutungen und Hirnquetschungen hinaus und enden meist tödlich.

Als eine Möglichkeit, Neugeborene sicher zu transportieren, schlagen die Autoren deshalb ein spezielles Sicherungssystem vor. Dieses soll das Kind vor dem Aufprall an die Glaswand des Inkubators weitestgehend schützen. Weitere Empfehlungen, die detaillierte Darstellung der Vorgehensweise und Methode der Studie als auch die statistisch ausgewerteten Ergebnisse, stellt der Artikel „Vergleich der Krafteinwirkung auf Säuglingsdummies in Transportinkubatoren bei Vollbremsung in verschiedenen Rettungswagen“ von Rücker, Hüttemann, Nöldge-Schomburg und Mencke ausführlich dar. Dieser erscheint am 08. November 2012 online First und in der 8. Ausgabe der Zeitschrift Notfall + Rettungsmedizin bei Springer Medizin.

Der Artikel kann Journalisten vorab kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

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